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Gewalt erkennen und besonnen begegnen

PiT-Schild-Verleihung Gewalt erkennen und besonnen begegnen

Im Team gegen Gewalt. An der Wollenbergschule wird dieses Konzept mit großer Akzeptanz aus der Schülerschaft verfolgt und trägt schon erste Früchte.

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Freuen sich über das PiT-Schild: Alfons Schold (von links) Dr. Karsten McGovern, Dirk Friedrichs, Schulsozialarbeiterin Veronika Wabnegg, Olaf Hänsel (WSW), Manfred Schweizer, Elisabeth Machmüller (WSW), Christiane Dietzel, Martin Schneider (Polizeiposte

Quelle: Götz Schaub

Wetter. PiT-Hessen - Prävention im Team - ist das Gewaltpräventivprogramm der hessischen Landesregierung im „Netzwerk gegen Gewalt“. Das Programm beinhaltet eine Kooperation von Schule, Polizei und Jugendhilfe. Es soll dazu beitragen, potentielle Opfer von Gewalt zu stärken und in Gewaltsituationen Handlungsoptionen zur Deeskalation zur Verfügung zu haben.

Bei PiT geht es nicht um Gewalt an der Schule, sondern um Gewalt im öffentlichen Raum. Christiane Dietzel, Schulleiterin der Gesamtschule Wollenbergschule, sieht die Schulgemeinschaft beziehungsweise die Lehrer in der Verantwortung, grundsätzlich für ein freundliches und sozialverträgliches Miteinander in der Schule zu sorgen. Zusammen mit Polizei und Jugendhilfe sollen darüber hinaus Schüler fit gemacht werden, Gewalt im Alltag zu erkennen und darauf reagieren zu können. Das Programm ist auf fünf Jahre ausgelegt. In der Regel sind es die siebten oder achten Klassen, die daran teilnehmen, In Wetter wurden jetzt die Klassen 7e und 7b ausgezeichnet. Die Schule, die seit 2010 dabei ist, erhielt zudem das PiT-Schild, das sie als offiziellen Partner des Programms ausweist. Die Schulteams lernen über Rollenspiele, sich in verschiedenen Situationen zu behaupten mit dem Ziel, das Gewaltopfer aus dem Mittelpunkt zu rücken. Im Projekt an der Schule ist ein Team mit einem Lehrer und einer Lehrerin, einer Pädagogin und einem Polizeibeamten tätig. Das Thema bleibt in den PiT-Klassen stets präsent und wird über mehrere Projekttage weiter entwickelt.

„Das immer wiederkehrende Training führt von einer sich verändernden Erkenntnis zu einem anderen handeln im öffentlichen Raum“, führt Dirk Friedrichs, Leiter des Programms des Hessischen Sozialministeriums, aus. Zur Verleihung des Schildes kamen unter anderem auch Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka, der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern, Alfons Schold, Leiter der Polizeistation Marburg, und Polizeipräsident Manfred Schweizer aus Gießen. Mit ihrer Teilnahme bekräftigten sie die Bedeutung und Sinnhaftigkeit des Projekts und ermunterten die Schüler, den Weg auch fortzuführen. Mit PiT-Hessen arbeiten insgesamt 84 Schulen mit 103 Teams.

von Götz Schaub

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