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Nordkreis Hundeklo im Sterzhäuser Sandweg überfüllt
Landkreis Nordkreis Hundeklo im Sterzhäuser Sandweg überfüllt
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21:01 30.11.2018
Die überfüllte Hundetoilette am Sandweg. Quelle: Privatfoto
Sterzhausen

Sterzhausen. Seit mehr als drei Wochen sei die Hunde-Toilette­ am Sandweg in Sterzhausen nicht geleert worden, beklagt ein OP-Leser. Mit einem Foto hat er dokumentiert, dass der Behälter tatsächlich überfüllt ist. „Leider passiert dies öfters und meist wird nur auf Anrufe reagiert“, kritisiert er.

ie meisten Hundebesitzer sammelten brav die Hinterlassenschaften ihrer Tiere ein und würden diese dann auch gerne entsorgen, könnten dies aber oft nicht. Wofür, so höre er oft von genervten Hundehaltern, zahle man dann eigentlich Hundesteuer?

Aus Sicht der Gemeinde Lahntal handelt es sich dabei aber nicht um ein häufig auftretendes Problem. „Ich gehe auch spazieren und sehe, dass die Behälter regelmäßig geleert werden“, sagt Bürgermeister Manfred Apell (SPD). „Man kann es aber nicht jedem rechtmachen.“

Zuständig für die Leerung ist der gemeinsame Bauhof der Gemeinden Lahntal, Wetter und Cölbe. Dessen Geschäftsführer Roland Tober sagt: „Grundsätzlich sind die Hundekot-Beutel Teil der wöchentlichen Müll-Tour.

Tüten ins Feld geworfen

Es kann aber einmal vorkommen, dass zum Beispiel eine Krankheitsvertretung einen Standort nicht kennt und er dadurch nicht geleert wird.“ Zudem könne es sein, dass Ortsbeiräte Hundekot-Behälter aufstellten, deren Standorte dem Bauhof nicht bekannt seien.

Dies sei allerdings am Sandweg nicht der Fall. „Das ist ein intensiv genutzter Behälter, da durch das Neubaugebiet viele Hundebesitzer dort langgehen. Daher kann es passieren, dass er übervoll ist, wenn er einmal vergessen wurde“, sagt Tober. Sollten Bürger dies bemerken, sei der Bauhof dankbar, wenn er darüber direkt informiert werde.

Bürgermeister Apell hat nach eigener Aussage bisher keine Beschwerden über volle Hunde-Toiletten gehört. „Im Gegenteil – es wurde mir mitgeteilt, dass die Beutel-Spender sehr gut ­angenommen werden.“

Beklagt hätten sich lediglich die Landwirte, und zwar darüber, dass Tüten mit Hundekot ins Feld geworfen würden. Wenn ein solcher Beutel in den Magen einer Kuh gelange, sei dies für das Tier tödlich, sagt der Bürgermeister.

von Stefan Dietrich