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Ganz Cölbe wird zum Flohmarkt

Über 100 Verkaufsstände Ganz Cölbe wird zum Flohmarkt

Wer schon immer wissen wollte, was die Nachbarn so alles im Keller stehen haben, sollte sich den 14. April vormerken. Beim dritten Dorfflohmarkt in Cölbe gibt es die Gelegenheit, Kostbarkeiten für kleines Geld zu erstehen.

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Andrea Schmitt hofft, dass auch Besucher aus anderen Gemeinden zum Dorfflohmarkt nach Cölbe kommen.

Quelle: Dominic Heitz

Cölbe. Nach 2015 und 2017 ist es die dritte Auflage des Dorfflohmarktes und fast 100 Cölber haben sich schon angemeldet. Sie wollen am Samstag, 14. April, alte Sachen zum Verkauf anbieten – Spielzeug, Dekorationen oder Nützliches; vieles von dem, was im eigenen Haus nicht mehr benutzt wird, mag vielleicht jemand anderem noch Freude bereiten.

Andrea Schmitt trägt alle Anmeldungen in eine Karte ein, die im Mitteilungsblättchen der Gemeinde und auf einem ­Flyer veröffentlicht werden soll. Diese Karte zeigt, wo Schnäppchenjäger an jenem Aprilsamstag ihr Glück versuchen können, weil dort ein Verkaufsstand aufgebaut werden soll.

Jeder darf seinen Kram verkaufen

Das Konzept des Dorfflohmarktes ist einfach: Jeder Einwohner darf mitmachen. Die Verkaufsstände müssen aber auf Privatgrundstücken aufgebaut sein und dürfen den Verkehr nicht behindern. Die Teilnahme ist kostenlos. Auch die Bewohner aus anderen Ortsteilen können auf einigen Flächen ihre Stände aufbauen. Die Parkplätze an der Wabl-Halle, der Gemeindehalle und an der „Grünen Bette“ bieten Raum dafür.

Im Vorjahr sei etwas Kritik bezüglich der Versorgung aufgekommen, sagt Andrea Schmitt. „Für das Essen müsste gesorgt sein“, habe man ihr für die nächste Veranstaltung ins Pflichtenheft diktiert. Deshalb kümmern sich in diesem Jahr die örtlichen Vereine und andere Institutionen um Essen und Getränke. „Toll gelöst“ hätten die das, sagt Schmitt. Vom Grillstand des St. Elisabeth-Vereins über die Saftbar der Katholischen Kirchengemeinde bis zum Waffelverkauf des Vereins „Junge Entwicklung fördern“ – „es gibt Catering von der Wabl-Halle bis zur Gemeindehalle“, sagt die Organisatorin. Schmitt wird bei der Arbeit für den Dorfflohmarkt unterstützt von der Gemeindemitarbeiterin ­Regine Hassenpflug. Einen übergeordneten Veranstalter gibt es nicht – der Flohmarkt ist vielmehr eine Art Verabredung vieler einzelner Privatflohmärkte.

Einen besonderen Service bietet an dem Samstag das Cölber Repair-Café: Dort können die Flohmarktbesucher gleich mal ausprobieren, ob die Dinge überhaupt noch funktionieren, die sie gekauft haben.

Menschen aus dem Haus locken

Andrea Schmitt hat bis ­heute schon etliche Stunden an Arbeit in die Organisation der Veranstaltung investiert. Der Flohmarkt ist für sie aber eine Herzen­sangelegenheit. Zum einen könne sie sich selbst so von altem Plunder trennen, wie sie sagt. Andrea Schmitt hat zwei Kinder und da sammelt sich im Laufe der Zeit schon so einiges an. Zum anderen und für die Organisatorin sogar noch wichtiger: die Einwohner Cölbes gehen raus auf die Straßen, treffen sich mal wieder mit den Menschen aus ihrer Nachbarschaft oder knüpfen neue ­Kontakte. „Mit dem Flohmarkt kommt richtig Bewegung in die Gemeinde“, sagt sie.

Eine Anmeldung sei zwar nicht erforderlich, um einen Verkaufsstand aufzustellen, sagt Schmitt. „Aber es erhöht natürlich die Verkaufschancen, weil die angemeldeten Stände in der Karte eingezeichnet werden.“ Bis Montag, 19. März, können sich Interessierte noch bei Schmitt melden. Der Aufbau der Flohmarktstände beginnt an jenem Morgen um 9 Uhr.
Anmeldung unter schmitt_arch@yahoo.de

von Dominic Heitz

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