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Für den Sport bleibt kaum noch Geld

TSV Münchhausen Für den Sport bleibt kaum noch Geld

Die finanzielle Situation Die finanzielle Situation des TSV Münchhausen bildete einen Schwerpunkt bei der Jahreshauptversammlung. Der Verein bat die Gemeinde um Stundung der neu erhobenen Gebühren beziehungsweise um Energiekostenzuschüsse.

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Der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Freiling (links) und der Vorsitzende Michael Dersch (rechts) mit den geehrten Heinrich Neumann (weiter von links), Hermann Smentek, Reiner Funk, Ulli Mengel, Peter Schmidt und Rainer Mengel.

Quelle: Manfred Schubert

Münchhausen. 43 Mitglieder nahmen an der Jahreshauptversammlung des Turn- und Sportvereins (TSV) Münchhausen teil. Dabei wurde deutliche Kritik an der Gebühren- und Förderpolitik der Gemeinde laut. Seit 2009 wird der TSV zu Wasser- und Abwassergebühren veranlagt, gleichzeitig wurde die Jugendförderung für den Verein um 200 Euro gekürzt. Dies führte zu einer Mehrbelastung um 1.400 Euro jährlich. Kassierer Thomas Berghöfer rechnete vor, dass allein für Heizung, Strom und Wasser 7.500 Euro im Jahr anfielen, dazu kämen weitere Kosten wie für Versicherungen.

Sämtliche Mitgliedsbeiträge würden für die Deckung von Kosten aufgebraucht, die nichts mit dem direkten Sportbetrieb zu tun hätten. „Es kann ja nicht sein, dass Jugendförderung so verstanden wird, dass Vereine das Defizit der Gemeindekasse ausgleichen müssen. Wir müssen den Sport finanzieren“, unterstrich Berghöfer. Der Vorsitzende Michael Dersch berichtete, dass der Vorstand dem Gemeindevorstand mit dem Ziel geschrieben habe, eine Stundung der Gebühren oder die Gewährung von Energiezuschüssen zu erreichen, wie dies beispielsweise in der Gemeinde Burgwald gehandhabt werde. Eine Antwort lag zur Jahreshauptversammlung noch nicht vor.

In seinem Jahresbericht hob Dersch das Fest zum 90-jährigen Vereinsbestehen im vergangenen Juli hervor. Seit September gibt es als neues Angebot einen Kurs in der chinesischen Bewegungskunst Tai Chi. Im Oktober begannen die Sanierung des Sportheims und die Erweiterung des Trainingsplatzes beziehungsweise Multifunktions-Courts. Die Arbeiten am Sportheim seien zu 80 Prozent, die am Trainingsplatz zu 60 Prozent abgeschlossen, wobei die Vereinsmitglieder bisher 340 Arbeitsstunden leisteten. In Zeiten leerer Kassen sind ehrenamtliche Helfer eine wichtige Stütze des Vereins, dankte Dersch den Freiwilligen und verlieh der Hoffnung Ausdruck, auch die restlichen Arbeiten gemeinsam zu bewältigen.

von Manfred Schubert

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