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Fragen des Ausschusses bleiben offen

Magistrat fehlt Fragen des Ausschusses bleiben offen

Mit unzufriedenen Gesichtern gingen die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Sport, Kultur, Soziales und Fremdenverkehr (JSK) auseinander. Sie hatten auf viele Fragen keine Antworten erhalten.

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Der Ausschuss für Jugend, Sport, Kultur, Soziales und Fremdenverkehr kam im Konferenzraum der Stadthalle zusammen. Der für den Magistratsvertreter vorgesehene Stuhl neben der stellvertretenden Vorsitzenden Astrid Wagner blieb unbesetzt.Foto: Manfred Schub

Quelle: Manfred Schubert

Wetter. Es hatten drei Themen auf der Tagesordnung gestanden, doch zwei davon konnten nur unvollständig behandelt werden, die Sachstandsberichte des Magistrats zur Seniorenarbeit sowie zur Raumsituation und Entwicklung beim Kindergarten Oberrosphe. Grund: Der Bürgermeister war im Urlaub und kein Vertreter des Magistrats anwesend, um stellvertretend für ihn diese Aufgabe zu übernehmen.

„Der Bürgermeister muss doch für eine Vertretung sorgen, damit die angesetzten Punkte adäquat abgearbeitet werden können“, ärgerte sich beispielsweise Klaus Gerber von den Grünen, andere reagierten am Ende der Sitzung ähnlich, da viele ihrer Fragen unbeantwortet blieben. Der Ausschuss tritt erst nach den Ferien, am 22. August, wieder zusammen.

Zwar weilte Stadtrat Konrad Moog (CDU) unter den Gästen und konnte einiges zum Thema Kindergarten beitragen, jedoch nicht zur Seniorenarbeit. Zu Letzterer gab Annika Mankel, in der Stadtverwaltung im Bereich Jugendförderung und Seniorenarbeit tätig, einen kurzen Überblick über die Veranstaltungen der jüngsten Zeit. Derzeit werde das Faltblatt zur Seniorenarbeit aktualisiert.

Raumnot im Kindergarten

Im Kontakt mit Ernst Boltner, Geschäftsbereichsleiter der Altenhilfe im Sankt-Elisabeth-Verein, der ebenfalls an der Sitzung teilnahm, und mit den Zuständigen der anderen Nordkreiskommunen arbeite man daran, die Treffpunkt-Veranstaltungen noch attraktiver zu machen.

Der Kindergarten Oberrosphe ist sehr klein. Im vorigen Jahr konnte ein Raum der Grundschule beispielsweise für frühmusikalische Erziehung der Vorschulkinder oder bewegungspädagogische Angebote genutzt werden, mit dessen Wegfall gibt es diese Möglichkeit nicht mehr. „Ich war vor einigen Wochen bei einer Ortsbegehung im Rahmen der Dorferneuerung dort, der Platzmangel ist wirklich schockierend“, urteilte Nicklas Zielen (CDU). Der Kindergarten ist für 20 Kinder ausgelegt, im kommenden Jahr werden einige auf andere Dörfer ausweichen müssen.

Konrad Moog berichtete von aktuellen Überlegungen, eine bauliche Lösung zu finden, indem im ehemaligen Raiffeisenlager ein zweigruppiger Kindergarten eingerichtet wird. Ein Architekturbüro sei mit der Prüfung dieser Möglichkeit beauftragt. Es gebe beachtliche Fördermittel für U-3-Gruppen, bis vor wenigen Tagen habe es geheißen, das Kontingent sei ausgeschöpft, nun aber sei eine Nachmeldung doch möglich.

Im Raiffeisenlager herrsche großer Sanierungsbedarf, meinte Zielen, es frage sich, ob ein Neubau nicht günstiger käme. Die gleiche Frage stelle sich in Bezug auf die Schule, wenn man abwarten wolle, ob sie irgendwann nicht mehr als Schule genutzt werde, ergänzte Jörg Bettelhäuser (Grüne). Auch diese müsste zuerst saniert werden. Man sollte es nutzen, wenn es U-3-Fördergelder gibt.

Jubiläum der Jugendpflege

Petra Maaß vom Elternbeirat des Kindergartens betonte, die Lage des Kindergartens sei gut. Bis zur nächsten Sitzung sollten Zahlen vorliegen und vielleicht gäbe es noch eine weitere Alternative, um darüber zu diskutieren. Einstimmig beschlossen die Ausschussmitglieder, vor der nächsten Sitzung eine Ortsbegehung zu unternehmen.

Die stellvertretende Ausschussvorsitzende Astrid Wagner (SPD), die die Sitzung leitete, erläuterte kurz den dritten Tagesordnungspunkt, den von ihr eingebrachten Antrag, der Magistrat solle anlässlich des Jubiläums 50 Jahre Stadtjugendpflege Wetter eine Feier ausrichten. Dabei solle die Entwicklung von damals bis heute dargestellt werden und die Jugendlichen im Mittelpunkt stehen. „Wetter nimmt damit eine absolute Vorreiterposition ein, wer hat schon seit 50 Jahren eine Stadtjugendpflege?“, betonte sie. Der Vorschlag wurde einstimmig zur Annahme durch die Stadtverordneten empfohlen.

von Manfred Schubert

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