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Fortschritte beim Nahwärmenetz

Mellnau Fortschritte beim Nahwärmenetz

Zwei Jahre lang haben Volker Klös, Werner Grosch, Frauke Stamm, Richard Briel und Horst Gunnesch informiert, organisiert, argumentiert, immer und immer wieder teilweise auch die gleichen Fragen mit unendlich, großer Geduld beantwortet, Kostenvoranschläge eingeholt, Berechnungen angestellt und Verhandlungen über Verhandlungen geführt.

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Künftige „Genossen“ diskutieren über das geplante Nahwärmenetz in Mellnau.

Quelle: Elvira Rübeling

Wetter. Am Donnerstagabend präsentierten die Mitglieder des Arbeitskreises Nahwärme Mellnau nun die Ergebnisse ihrer Arbeit. Aufgrund neuer Berechnungen ergibt sich ein günstigerer Grundpreis für die Einlage in die Genossenschaft und zwar pro Nahwärmeanschluss 4.000 Euro (aufgeteilt in 10 Genossenschaftsanteile à 400 Euro). Der Wärmepreis beträgt zirka 9 Cent pro kWh, wobei bei diesen Berechnungen von 103 Anschlussteilnehmern ausgegangen wird.

Ziel ist, das Nahwärmenetz im Herbst des kommenden Jahres in Betrieb nehmen zu können. 60 Prozent der Energie soll von einer Biogasanlage kommen, die in Mellnau gebaut werden wird, 35 Prozent vom Heizkraftwerk Oberrosphe und 5 Prozent von einem Spitzenlastkessel.

Um Nägel mit Köpfen machen zu können, waren alle Teilnehmer der Vorversammlung zur Gründung einer Genossenschaft aufgerufen, sich verbindlich in eine Mitgliederliste einzutragen. Zu den bisher 68 gemeldeten Anschlussteilnehmern kamen an diesem Abend noch sieben neue potenzielle Teilnehmer hinzu.

Damit sind jetzt fast drei Viertel der 103 benötigten Anschlüsse aus der Berechnung unter Dach und Fach. Ein weiteres, schlagkräftiges Argument für den Nahwärmeanschluss ist, dass die Stadtwerke Marburg beim Bau des Rohrleitungsnetzes gleichzeitig die Verlegung eines hochmodernen Glasfasernetzes (für schnelles Internet, Telefon und Fernsehen) angeboten haben. „Der Anschluss dafür soll im niedrigen dreistelligen Bereich liegen.“

Für den 18. August ist endgültig die Gründungsveranstaltung zur Bildung der Nahwärme-Genossenschaft angesetzt. Danach wird diese, unter Führung eines Vorstandsteams, allein handlungs- und beschlussfähig sein. Mit der Gründung wird zeitnah die erste Rate von 10 Prozent fällig, weitere Teilbeträge ab Frühjahr 2011 entsprechend dem Fortgang der Bauarbeiten.

Nach wie vor ist die Umsetzung des Projektes nicht zuletzt vom Mut der Mellnauer Bürger abhängig und der Bereitschaft, neue Wege bei der Energieversorgung zu gehen – für eine Art neuen Generationenvertrag in Sachen Klimaschutz.

von Elvira Rübeling

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