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Flächendeckend LED-Licht für Lahntal

Aus den Ausschüssen Flächendeckend LED-Licht für Lahntal

Quecksilberdampflampen haben keine Zukunft mehr. Das stellt die Kommunen vor große Investitionen. In Lahntal gibt es noch mehr als 700 von dieser Sorte.

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Die LED-Beleuchtung soll in diesem Jahr in Lahntal Einzug halten. In Sterzhausen wurden bereits zwei Lampen zu Anschauungszwecken umgerüstet

Quelle: Thorsten Richter

Lahntal. 854 Straßenlaternen stehen in den Ortschaften der Gemeinde Lahntal. Mehr als 700 davon sind mit Quecksilberdampflampen ausgerüstet. Deren Austausch wird mit einem Zuschuss vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheitunterstützt.

Jeweils einstimmig empfehlen der Lahntaler Energie- und Umwelt-Ausschuss wie auch der Haupt- und Finanzausschuss dem heute tagenden Parlament einen Förderbescheid über eine Zuwendung in Höhe von 98000 Euro anzunehmen und das Vorhaben umzusetzen. Für die Gemeinde verbleibt abzüglich der Fördersumme ein Eigenanteil von 280000 Euro, um alle Lampen auf LED umzurüsten. Der Eigenanteil sorgt dafür, dass die Gemeinde Lahntal für ihre Investitionen in diesem Jahr einen Kredit aufnehmen muss. Doch rechne sich das Vorhaben auf die kommenden Jahre gesehen - finanziell wie auch als Beitrag für den Klimaschutz. Bleibt nur eine Unbekannte: Es könnte durchaus sein, dass sich der eine oder andere Mast als nicht mehr standsicher entpuppt, gab Lahntals Bürgermeister Manfred Apell zu Bedenken.

Die Kosten des Austauschs eines Mastes inklusive Entsorgung des alten sollten mit 1000 Euro kalkuliert werden. Apell sagte in der Sitzung des Ausschusses für Energie und Umwelt: „Es wird sicher ein paar Masten geben, die wir austauschen müssen. Das ist das Restrisiko, aber wir sollten das Projekt jetzt angehen.“

Da auch der am 10. Dezember eingebrachte Haushalt 2013 vom Haupt- und Finanzausschuss einstimmig zur Annahme empfohlen wird, wird es wohl kaum noch Diskussionen um das Lampen-Projekt geben.

Auch dem Beitrag der Gemeinde Lahntal zur Reaktivierung eines Altarms der Lahn wurde in beiden Ausschüssen einstimmig zugestimmt. Danach soll die Gemeinde im Bereich der vorgesehenen Rekultivierung des Abbaugebietes der Firma Oppermann bei Sterzhausen eigene Grundstücke in einer Größe von zusammen 13,7 Quadratmeter für den Anschluss dieses Bereiches an die Lahn bereitstellen.

Das Parlament Lahntal tagt heute ab 20 Uhr in der Mehrzweckhalle „Haus am Wollenberg“ in Sterzhausen.

von Götz Schaub

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