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FDP gegen zu viel Freiheit beim Bauen

Cölbe FDP gegen zu viel Freiheit beim Bauen

Cölbe hofft auf die Ansiedlung neuer Bürger und will Anreize schaffen. Neben günstigen Bauplatzpreisen will die Gemeinde den Bauherren viele Freiheiten lassen.

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Im Baugebiet „Auf dem Pletsch“ in Schönstadt sind Pultdächer bislang verboten. Das soll sich nun ändern. Auf den acht noch unbebauten Grundstücken dürfen die einseitig geneigten Dächer künftig entstehen.

Quelle: Thorsten Richter

Cölbe. Möglichst viel Freiheit beim Bauen – die Gemeinde Cölbe will sie bieten. Und deshalb dürfen im Neubaugebiet „Auf dem Pletsch“ in Schönstadt demnächst auch Häuser mit sogenannten Pultdächern entstehen.

In anderen Baugebieten in der Gemeinde, „In der grünen Bette“ in Cölbe“ oder „Auf dem Judenacker“ in Reddehausen, ist so etwas längst möglich. Das Baugebiet „Auf dem Pletsch“ stammt noch aus einer anderen Zeit. Es wurde in den 1990ern geplant, damals wurden den Bauherren noch strengere Auflagen gemacht.

Pultdächer, das sind einseitig geneigte Dächer, bei denen sich der eigentliche First auf eine senkrechte Wand stützt. Sie sind heutzutage eine beliebte Variante bei Wohnhäusern – vor allem dann, wenn die Bauherren Solarzellen auf dem Dach anbringen wollen.

Damit der Bebauungsplan solche Dächer „Auf dem Pletsch“ zulässt, muss die Gemeindevertretung Cölbe ihn abändern. Den dafür nötigen Beschluss fasste das Parlament am Dienstagabend mit 23-Ja-Stimmen bei 5 Enthaltungen. Gegen die Änderung und damit gegen zu viel Freiheit beim Bauen argumentierte ausgerechnet einzig der FDP-Vertreter Dr. Michael von Hedenström.

Er führte Tirol als Negativ-Beispiel an: „Es wird wild so gebaut, wie der Bauherr es haben will. Das ist nicht schön. Da warne ich davor, die Freiheit des Einzelnen zu hoch zu bewerten“, erklärte von Hedenström und sorgte für Amüsement.

von Carina Becker

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