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„Es ist die richtigeZeit, aufzuhören“

Veränderung in Bürgeln „Es ist die richtigeZeit, aufzuhören“

Ohne großes Aufsehen zu erregen, verabschiedete sich Erich Sohn aus seinen politischen Ehrenämtern. Er geht für viele überraschend, aber keineswegs im Groll, sondern weil er nach 22 Jahren Amtsmüdigkeit verspürt.

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Erich Sohn zieht sich aus seinen Ämtern zurück.

Quelle: Manfred Schubert

Bürgeln. „Ich sage es ganz ehrlich, es ist eine gewisse Amtsmüdigkeit, die mich zu diesem Schritt geführt hat“, sagt Erich Sohn gegenüber der OP. Und weiter: „Wenn ich merke, ich gebe nicht mehr hundert Prozent, dann sollte ich Platz für einen Nachfolger machen, der mit Schwung und Elan an die Sache herangeht.“

Sohn hat zum Jahreswechsel aufgehört. Als Ortsvorsteher und als Gemeindevertreter. Im Sommer steht zudem für den 62-jährigen Feinmechaniker am Fachbereich Chemie der Marburger Universität die Rente an. Vielleicht war es an der Zeit, sich frei zu machen für neue Ziele. Die jüngsten politischen Debatten gingen Sohn zum Teil einfach zu weit. Besonders über die ablehnende Haltung der Grünen zum Norma-Markt in Bürgeln habe er sich zu sehr aufgeregt. „Da hatte ich schon Angst, einen gesundheitlichen Schaden zu erleiden“, sagt er.

Sohn sucht lieber die Zusammenarbeit. „Ich habe in all den Jahren sehr gut mit Bürgermeister Volker Carle und der Gemeindeverwaltung zusammengearbeitet. Auch mit seinem Amtsvorgänger Jürgen Butte kam ich sehr gut aus.“

Wer sein Nachfolger wird, steht noch nicht fest. Sein bisheriger Stellvertreter Christian Hölting hat schon abgelehnt. „Ich bin beruflich zu stark eingebunden, verbringe viel Zeit in Berlin, da kann ich so ein Amt im Ort nicht zu hundert Prozent ausfüllen“, bittet er um Verständnis.

Zur Person: Erich Sohn ist bereits nach 20-jähriger Amtszeit zum Ehrenortsvorsteher von Bürgeln ernannt worden. 2011 wurde er für 40-jährige Treue zur SPD geehrt. Sohn wurde in Marburg geboren, lebte aber immer in Bürgeln. Sein erstes Projekt als Ortsvorsteher vor 22 Jahren war der Bau der Grillhütte, die noch heute sehr rege genutzt wird.

von Götz Schaub

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