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Es fehlt an vielen Stellen Personal

FV Bürgeln Es fehlt an vielen Stellen Personal

Zwei Personen scheiden aus dem Vorstand aus, einige Ämter waren zuvor schon unbesetzt. Fünf würden weitermachen, sofern es gelingt, auch die übrigen sieben Posten zu besetzen.

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: Der stellvertretende Vorsitzende Klaus Kornemann (von links) mit den Geehrten Norbert Preiß, Hermann Frös, Theodor Wilfing, Erhard Lange, Arno Stauzebach, Heinz-Hermann Michel, Norbert Kissling, Ralf Sohn, Wolfgang Sauer und Helmut Frös.

Quelle: Manfred Schubert

Bürgeln. Die Vorstandswahlen waren bei der Jahreshauptversammlung des FV 1919 Bürgeln das wichtigste Thema. Und die schwierigste Aufgabe an diesem Abend, die in Erwartung ihrer Unlösbarkeit in der Tagesordnung an die vorletzte Stelle gesetzt worden war.

Die langjährige Kassiererin Gerda Metz hatte bereits bei ihrer Wahl vor zwei Jahren angekündigt, nach dieser Amtsperiode aufzuhören. Auch Schriftführerin Maria Katz kandidiert nicht wieder. Der Vorsitzende Arno Stauzebach erklärte, dass er, sein Stellvertreter Klaus Kornemann, der stellvertretende Kassierer Manfred Wege, Spielausschuss-Obmann Markus Emmerich und Beisitzer Norbert Lange für eine Wiederwahl bereitstünden, sofern es auch Kandidaten zur Besetzung der übrigen sieben Posten gebe, die zum Teil seit zwei Jahren vakant sind oder kommissarisch mit betreut wurden. Klaus Kornemann war beispielsweise zugleich Jugendleiter.

Stauzebach unterstrich, dass neben fehlenden Vorstandsmitgliedern auch mangelnde Unterstützung der Mitglieder zur Überlastung des Vorstandsteams führe. Maria Katz verdeutlichte dies: „Neben unseren Posten sind wir auch noch Putzfrau, Einkäufer, Kassierer, mähen Rasen und so weiter.“

Einer der Anwesenden wies darauf hin, dass ein Großteil der 35 Versammlungsteilnehmer schon aus Altersgründen nicht kandidieren könne. Die Bemühungen des Vorstands vor der Jahreshauptversammlung geeignete Kandidaten anzusprechen, waren fruchtlos geblieben. Letztlich wurde nach etwa dreieinhalb Stunden ein fünfköpfiger Findungsausschuss gebildet, der bis zur Einberufung der nun nötigen außerordentlichen Mitgliederversammlung diese Aufgabe bewältigen soll.

Trotz dieser Besetzungsprobleme wurde während der Versammlung deutlich, dass man weiter optimistisch in die Zukunft blickt und weitere Verbesserungen der sportlichen und sonstigen Rahmenbedingungen geplant sind. „Wir haben große Pläne, einen neuen Cup-Sponsor, aber wir können nicht alles mit fünf Leuten machen“, sagte Stauzebach. Die vor zwei Jahren begonnene Sanierung des Sportheims soll zum Abschluss gebracht werden. Danach geht es mit dem Sportplatz weiter. Der Vorsitzende berichtete, dass die Zuschüsse für den Bau einer Flutlichtanlage, die etwa 25000 Euro kosten soll, beantragt seien.Es gelte, die Einnahmen durch Bandenwerbung, Sponsoren und höhere Zuschauerzahlen zu steigern. Klaus Kornemann ergänzte, man habe nun ein super Sportheim, das beste Voraussetzungen zur Generierung von Einnahmen biete, beispielsweise mit einer Faschingsveranstaltung, Après-Ski-Party und einer gescheiten Sportwoche. Jedes Mitglied sei gefragt, sich einzubringen. Er beklagte, dass zu den A-Jugendspielen kaum Zuschauer, oft mehr Auswärtige als Einheimische, kämen und es schwierig sei, Helfer beispielsweise für den Kartenverkauf zu finden. Was einen Teilnehmer zu der Frage veranlasste, ob denn die Eltern gar nicht daran interessiert seien, was ihre Kinder machten. Zwei Beschlüsse, um die Einnahmesituation zu verbessern, wurden nach längerer Diskussion mit jeweils großer Mehrheit gefasst. Der Verein hat 203 Mitglieder, davon sind 121 zahlende. Bisher galt, wer 40 Jahre dem Verein angehörte und das 65. Lebensjahr erreichte, wurde beitragsfrei gestellt. Diese Befreiung entfällt künftig. Weiter werden die Beiträge, bisher drei Euro im Monat, für Schüler und Studenten zwei Euro, auf 4,50 beziehungsweise drei Euro angehoben. Der Familienbeitrag bleibt gleich, ein Elterteil mit zwei Kindern zahlt 60 Euro im Jahr.

Was die sportliche Situation betrifft, so Stauzebach, wird mittelfristig der Aufstieg und die Etablierung der ersten Mannschaft in die Kreisliga A angestrebt. Die letzte Saison beendete sie auf Rang sechs. Derzeit belegt sie den ersten Tabellenplatz und hat mit 41 Punkten vier Zähler Vorsprung auf die BSF Richtsberg.

Die zweite Mannschaft war für die Saison 2012/13 wegen Spielermangels kurzfristig abgemeldet worden.

2014 soll das 95-jährige Bestehen des FV Bürgeln gefeiert werden. Zur Vorbereitung bildete sich während der Versammlung ein Festausschuss mit Gerda Metz als Vorsitzender und sieben weiteren Mitgliedern.

Internet: www.fv-buergeln.de

von Manfred Schubert

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