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Einmalige Chance für Unterrosphe

Aufsichtsrat Einmalige Chance für Unterrosphe

Nach 18 Monaten Vorbereitungszeit und 75 Sitzungen der AG Nahwärme war es so weit: Die "Energiegemeinschaft Unterrosphe" gründete sich.

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Zu Vorstand und Aufsichtsrat gehören Bürgermeister Kai-Uwe Spanka (von links), Florian Lies, Holger Metz, Britta Prautsch, Udo Völk, Dieter Schäfer, Sonja Mensch, Friedhelm Grosch, Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Frank Däcke, Vorstandsvorsitzender Ralf Ba

Quelle: Manfred Schubert

Unterrosphe. . 70 Teilnehmer kamen zur Gründungsversammlung der Genossenschaft „Energiegemeinschaft Unterrosphe“ ins Dorfgemeinschaftshaus. Zweieinhalb Stunden später war die neueste Nahwärmegenossenschaft im Landkreis ins Leben gerufen. Noch ist aber die Verwirklichung der günstigen und klimafreundlichen Wärmeversorgung mit bequemer und altengerechter Heizung nicht gesichert. Gegenüber Heizen mit Öl soll ein Durchschnittshaushalt künftig jedoch über 20 Jahre hinweg jährlich zwischen 700 bis 1000 Euro einsparen können, sagen die neuesten Berechnungen.

Wie das große Schild am Ortseingang (siehe Foto) verkündet, haben bislang 74 Hausbesitzer von etwa 170 ihren Willen bekundet, sich anschließen zu lassen. 95 Wärmekunden braucht die Genossenschaft, um auf eine Liefermenge von 500 Kilowattstunden pro Meter Leitungsnetz zu kommen. Das ist, wie Udo Völk nochmals bei der kurzen Erläuterung des Gründungsvorhabens erklärte, die Vorgabe, um die Fördergelder zu erhalten, ohne die das Projekt nicht wirtschaftlich umzusetzen wäre.

„Das ist vermutlich eine einmalige Chance, ein Nahwärmenetz in Unterrosphe zu installieren“, unterstrich er. Er wies darauf hin, dass viele andere Orte wie Schönstadt, Großseelheim, Erksdorf oder Fronhausen bereits auf dem Weg dorthin seien und Unterrosphe von der Ortslage her äußerst günstige Voraussetzungen biete.

Nach eineinhalb Stunden Erklärungen, insbesondere zu rechtlichen Fragen der Satzung durch Bernhard Brauner vom Genossenschaftsverband, erfolgte die Gründung der Genossenschaft. 47 Mitglieder traten an diesem Abend bei. Es folgte die Wahl des achtköpfigen Aufsichtsrates, der danach für eine halbe Stunde in Klausur ging, seinen Vorsitzenden wählte sowie den dreiköpfigen Vorstand bestellte. Vorstandsvorsitzender wurde Ralf Bamberger. Er freute sich über das Vertrauen, betonte aber, das man nur gemeinsam etwas erreichen könne. Das Ziel ist nun, bis zum 30. Juni die nötige Mindestzahl an Menschen zu gewinnen, die ihre Häuser anschließen lassen.

Erst wenn das gelingt, kann das eigentliche Vorhaben angegangen werden – ab der Heizperiode 2013 will die Genossenschaft winters mit selbst erzeugter Wärme aus Holzhackschnitzeln und sommers mit Überschusswärme aus dem Blockheizkraftwerk Oberrosphe das Dorf versorgen.

Friedhelm Grosch hofft, dass sich nach der Gründung der Zulauf nun deutlich erhöht. So war es auch in anderen Ortschaften der Region, wo die Genossenschaften ebenfalls jeweils mit weniger Mitgliedern als nötig starteten.

Um Genosse zu werden, muss man mindestens einen Anteil zu 500 Euro erwerben. Für einen Netzanschluss muss man zwölf Anteile kaufen.

Internetseite mit genauen Informationen: nahwaerme-unterrosphe.de

von Manfred Schubert

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