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Einmal selbst das Steuer halten

OP erfüllt Kindern Wünsche Einmal selbst das Steuer halten

Wer als Gast in einem Segelflugzeug mitfliegt, der sitzt hinten. Drei junge OP-Aktionsgewinner durften jedoch auf dem vorderen Sitz Platz nehmen – und sogar selbst steuern.

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Nicht nur die Segelflieger, auch das Motorflugzeug musste zunächst aus dem Hangar geschoben werden. Fluglehrerin Marianne Winkler (zweite von links) und die Aktionsgewinner Justin Schulz (von links), Bastian Senftner und Malte Maurer halfen dabei.

Schönstadt. Mit einer Schleicher ASK 13, einem doppelsitzigen Segelflugzeug, waren die drei Jungen in der Luft. Einen ganzen Tag lang waren sie – wie 15 weitere Teilnehmer eines Segelflug-Schnupperkurses – auf oder eben über dem Flugplatz in Schönstadt unterwegs. Mit jeweils 13 Jahren waren die drei Gewinner Malte Maurer, Justin Schulz und Bastian Senftner die jüngsten Personen, die teilnahmen.

48 Jahre mehr Lebenserfahrung hat Wolfgang Willershausen. Seit Jahren ist er bereits begeisterter Gleitschirmflieger, berichtete er. „Den Kontakt zur Luft habe ich also schon länger.“ Der Segelflug habe ihn deshalb sehr gereizt.

Auch „OP-Kind“ Malte war schon einmal in der Luft, allerdings nicht mit einem Segel-, sondern mit einem Motorflugzeug. „Das war auch hier und wirklich toll“, erinnerte er sich. Als er in der OP entdeckt habe, dass dort ein Segelflugkurs gewonnen werden konnte, „habe ich sofort mitmachen wollen – und mich riesig gefreut, als ich gehört habe, dass ich teilnehmen darf“.

Um überhaupt abheben zu können, war zunächst eine „Sporteinheit“ von Nöten. Denn der Wind war kein Freund der Segelflieger, zumindest kein guter: Er kam aus Richtung Norden. Und da immer gegen den Wind gestartet wird, mussten die Teilnehmer zunächst die beiden knapp 300 Kilogramm schweren Flieger gut 700 Meter weit schieben. Denn statt auf der direkt neben dem Hangar beginnenden Startbahn 22 – so wird die Piste bei Starts in Richtung Süden genannt – mussten sie auf der 04 starten.

Von dort aus zog Pilot Reinhold Kemper die Segelflieger mit seinem Motorflugzeug im Zehn-Minuten-Takt in die Luft. Kaum hatte er einen in die Luft befördert, war ein anderer bereits wieder gelandet. Jeweils knapp 15 Minuten dauerte ein Flug, in dem die Kursteilnehmer vornesitzend bereits erste Lenkübungen in der Luft machen durften und die Fluglehrer – neben Winkler auch Tobias Deinzer – dies kontrollierten und den Flieger landeten.

Auch Bastian hatte große Freude daran, die Maschine selbst zu steuern. Ansonsten nutzte er seinen Flug aber mehr um den Ausblick zu genießen. Marburg mit Schloss habe er sich aus der Vogelperspektive angeschaut. In der Ferne habe er sogar Amöneburg erkannt, berichtete der Junge aus dem Ebsdorfergrund nach der Landung. Seine Begeisterung kannte kaum eine Grenze: „Ich würde am liebsten sofort wieder fliegen – und dann immer und immer wieder.“

von Stefan Weisbrod

Mehr lesen Sie am Montag in der gedruckten OP.

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