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Einhelliges Votum für den Klimaschutz

Cölbe Einhelliges Votum für den Klimaschutz

Die Cölber Gemeindevertreter kamen in ihrer Sitzung am Donnerstagabend zügig voran. Kein Wunder: Die meisten Entscheidungen fielen einstimmig.

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Cölbe will klimaneutral werden und spätestens ab 2040 ohne Energie aus fossilen und atomaren Trägern auskommen.

Quelle: Thorsten Richter

Cölbe. In knapp einer Stunde arbeitete das Cölber Parlament in der Mehrzweckhalle Bürgeln seine Tagesordnung ab und entschied zumeist einstimmig. So auch über den Antrag zur Energiewende in der Gemeinde – zu vollziehen bis 2040.

Eingebracht hatten Grüne, Bürgerliste, CDU und SPD den Antrag gemeinsam. „Ich hoffe auf gute Projekte, auf die die Bürger stolz sind und die auch die Themen Demografie und Integration mit berücksichtigen“, sagte Carola Carius (Grüne) und war sich sicher: „Es wird nicht schwer, die Leute mit ins Boot zu holen, denn sie wollen Lösungen finden.“

Zu den 100 Prozent erneuerbaren Energien, die die Gemeinde ab 2040 ausschließlich nutzen will, meinte Dr. Jens Ried (CDU): „Das klingt ambitioniert, es ist aber schlicht auch ein Sachzwang.“ Hinsichtlich des gemeinsamen Beschlusses mahnte er: „Er darf nicht einfach in der Schublade verschwinden, sondern muss auch umgesetzt werden.“

Heinz Wilhelm Wasmuth (Bürgerliste) war der Meinung, dass der Beschluss genau zur rechten Zeit komme. „Die Verabschiedung eines Masterplans zum Klimaschutz steht beim Landkreis an, und eine Klimaschutzagentur soll dort auch entstehen – darauf werden wir uns stützen können.“

Bürgermeister Volker Carle (parteilos) war glücklich über so viel Zustimmung: „Ich freue mich wie ein kleiner Schneekönig“, sagte er und verwies darauf, dass die Gemeinde nicht den Anspruch habe, dass die vor Ort benötigte erneuerbare Energie auch ausschließlich in Cölbe erzeugt werde.

Weiter geht‘s in der Kommune nun mit der Gründung eines Energiebeirats aus engagierten Bürgern, Handwerkern, Planern und Ingenieuren. Er soll Bürgern, Gemeindevertretung und Gemeindevorstand mit Rat und Tat zur Seite stehen. Stützen will die Gemeinde alle Bemühungen auf das Klimax-Schutzkonzept, das sie im vergangenen Jahr gemeinsam mit den anderen Nordkreis-Kommunen auf den Weg gebracht hat.

von Carina Becker

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