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Nordkreis Eine schlichte und günstige Ruhestätte
Landkreis Nordkreis Eine schlichte und günstige Ruhestätte
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18:12 18.11.2013
Über die neue Stele im Vordergrund freuen sich (von links) Gunnar Ochs vom interkommunalen Bauhof, Pfarrerin Annette Hestermann, Bauamtsleiter Roland Moucka, Gisela Nagel-Rotarius, Werner Stark, Barbara Fiebiger, Reinhold Schneider, Bürgermeister Volker Carle und Andreas Wagner. Quelle: Heiko Krause
Cölbe

In der Gemeinde Cölbe haben die Menschen ab sofort die Möglichkeit, sich auf dem Friedhof in einem Wiesengrab bestatten zu lassen. Erinnert wird an die Verstorbenen auf einer Steinstele.Cölbe. Die neue Bestattungsform ist in Cölbe, Bürgeln, Reddehausen und Schönstadt möglich, dort ist bereits jeweils eine der Stelen aufgestellt worden. Zusammen mit Mitgliedern der Friedhofskommission stellte Bürgermeister Volker Carle (parteilos) auf dem Cölber Friedhof das schlichte Monument vor.

Kommissionsvorsitzender Werner Stark erinnerte daran, dass das Gremium von der Gemeindevertretung eingesetzt worden sei, um Möglichkeiten für die gewünschte Wiesenbestattung zu finden. Diese pflegefreien und preisgünstige Bestattungsform sei als Alternative zum anonymen Urnengrab ein immer stärker aufkommender Wunsch der Bürgerinnen und Bürger, dem Rechnung getragen werden sollte.

Man habe sich sehr intensiv informiert und recherchiert, so Stark, letztendlich habe sich die Kommission „für eine sehr alte Bestattungsform an einer Stele“ entschieden. Unterhalb des Steines sei zudem eine Platte als Gelegenheit beispielsweise Blumen oder Kerzen in Andenken an die Verstorbenen zu platzieren.

Das Ergebnis könne sich sehen lassen, befand Carle, der der Kommission für ihren ehrenamtlichen Einsatz dankte. Die Stele sei schlicht und einfach gehalten und wenn so etwas seinem Zweck dienlich sei, dann zeige sich, wie viele Überlegungen eingeflossen seien.

Mit der neuen Bestattungsform trage man der Diskussion nach einem würdigen Grab Rechnung, wenn in der heutigen Zeit keine Angehörigen sich mehr um die Grabpflege kümmern könnten. Den Verstorbenen würde trotzdem eine Grabstätte zuteil, an der ihrer gedacht werden könnte.

An jeder der vier Seiten ist Platz für zwei Urnen, insgesamt können also acht Menschen pro Stele ihre letzte Ruhestätte finden. Zunächst sei auf den Friedhöfen jeweils nur eine aufgestellt. Weitere würden nach Bedarf folgen und zwischen ihnen Wege angelegt, so der Bürgermeister.

Auch der interkommunale Bauhof sei in die Entscheidungsfindung eingebunden gewesen, denn seine Mitarbeiter müssten schließlich die Rasenflächen möglichst hindernisfrei pflegen können. Der Vorteil für die Gemeinde liege auch in den Kosten, hob der Verwaltungschef hervor. Im Gegensatz zu einer Urnenwand müsse sie nicht so sehr in Vorleistung treten. Laut Auskunft von Bauamtsleiter Roland Moucka betragen die Kosten für eine der Stelen zwischen 1600 und 1700 Euro. Das Urnengrab werde 1200 Euro kosten, darin enthalten sei auch das Schild, das auf der Stele aufgebracht werde und an die Menschen erinnere.

von Heiko Krause

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