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Eine ganz besondere Arbeit im Sand

Wetter Eine ganz besondere Arbeit im Sand

Deutsche und russische Schüler tragen gemeinsam zum Erhalt des UNESCO-Weltkulturerbes bei.

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Verschnaufpause auf zusammengetragenen Ästen und Zweigen. Den Schülern machte die Arbeit im Nationalpark viel Spaß.

Quelle: Privatfoto

Wetter. Im Rahmen eines Schüleraustausches besuchten 17 Schülerinnen und Schüler sowie drei Lehrerinnen der Wollenbergschule Wetter ihre Partnerschule in Gwardejsk (ehemals Tapiau) im einstigen Ostpreußen. Sie erlebten abwechslungsreiche Projekttage im Kaliningrader Gebiet.

Höhepunkt der Reise war die Projektarbeit im Nationalpark Kurische Nehrung. Mit einer Länge von 98 Kilometern und einer Breite von 360 Meter bis 4 Kilometer ist die Kurische Nehrung die längste Nehrung Europas. Sie trennt das Kurische Haff von der Ostsee und dient vielen seltenen und bedrohten Tierarten als Lebensraum.

Gemeinsam mit ihren russischen Austauschpartnern bauten die Schülerinnen und Schüler Reisiggeflechte und sicherten so 120 Meter der berühmten Wanderdüne. Dazu trugen sie meterlange Äste und Zweige an den Rand der Düne, welche mithilfe der Mitarbeiter des Nationalparks zu quadratischen Geflechten in den Sand gesteckt wurden.

Der sich darin ansammelnde Sand soll eine befestigende Bepflanzung der Wanderdüne ermöglichen und so einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieses einzigartigen Naturdenkmals leisten. Für ihre Arbeit wurden die Kinder vom Direktor der Kurischen Nehrung, Herrn Kalina, mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Er betonte, dass die Nehrung nur durch die Pflege des Menschen erhalten werden kann.

Der Schüleraustausch der Schule Nr. 1 in Gwardejsk mit der Wollenbergschule Wetter besteht bereits seit dem Jahr 1992. Finanziell unterstützt wurde er von der Stiftung Deutsch-Russischer Austausch und BP. Bei der gemeinsamen Projektarbeit entstanden neue Freundschaften und alte wurden vertieft. Zudem konnten die Schülerinnen und Schüler für die Bedeutsamkeit des Umweltschutzes über ihre Landesgrenzen hinaus sensibilisiert werden.

Nun freuen sich die Wetteraner auf den Gegenbesuch der russischen Schüler im nächsten Sommer.

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