Volltextsuche über das Angebot:

29 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
„Eine Strategie für 10 bis 15 Jahre“

Dorferneuerung Wollmar, Simtshausen und Oberasphe „Eine Strategie für 10 bis 15 Jahre“

„Dann fangen wir jetzt an!“: Mit diesem Schlusswort von Bürgermeister Peter Funk am Montag im Dorfgemeinschaftshaus Wollmar gehen drei Dörfer der Gemeinde gemeinsam in eine neue Zeit.

Voriger Artikel
Auf harte Worte folgt ein dickes Lob
Nächster Artikel
Kompetent, kooperativ, menschlich

Oberasphe (unten) und Simtshausen (rechts oben) starten gemeinsam mit Wollmar in die heiße Phase der Dorferneuerung. In Wollmar ist die Umfeldgestaltung „Alte Schule“ und Bürgerhaus wohl ein Wunschprojekt.

Quelle: Mark Adel, Thorsten Richter, Michael Agricola

Wollmar. Mehr als 100 Bürger aus Simtshausen, Oberasphe und Wollmar folgten der Einladung der Gemeinde und informierten sich im Dorfgemeinschaftshaus in Wollmar über die nächsten Schritte.

„Es ist eine lange Zeit und ein gewaltiges Projekt“, sagte Bürgermeister Funk, denn: Neun Jahre dran zu bleiben und aktiv mitzumachen sei eine große Herausforderung.

Die drei Orte der Großgemeinde Münchhausen haben überdies eine neue Herausforderung zu meistern. Denn erstmals wurde nicht mehr nur ein Dorf in das Programm aufgenommen, sondern – wie in Wetter mit Treisbach, Unterrosphe und Oberrosphe – drei Ortsteile. Nach der Übergangsphase, bei der die Münchhäuser und Wetteraner Orte ein wenig auch als „Versuchskaninchen“ dienen, sollen später nur noch ganze Gemeinden in die Dorferneuerung aufgenommen werden.

Oberasphe, Simtshausen und Wollmar müssen nun auf ein gemeinsames Konzept achten, um den Zielen der Dorferneuerung gerecht zu werden. Diese umfassen die Weiterentwicklung der Dörfer etwa durch die Sicherung der Grundversorgung, den Erhalt des kulturgeschichtlichen Erbes und die aktive Gestaltung des demografischen Wandels – „eine Strategie für die nächsten 10 bis 15 Jahre“, wie es Martina Berckhemer vom Fachbereich Ländlicher Raum des Landkreises umriss.

Auf diesem Weg haben die drei Dörfer keine Zeit zu verlieren. Zu Beginn der Förderphase muss ein gemeinsames Entwicklungskonzept für die Dörfer erarbeitet werden, das anschließend mit der Wirtschafts- und Infrastrukturbank (WI Bank) Hessen abgestimmt wird. Die WI Bank bündelt für das Land Hessen das öffentliche Fördergeschäft und gibt letztlich den finanziellen Rahmen vor, über den die Orte innerhalb des Programms verfügen können.

Das Geld für die Dorferneuerung kommt überwiegend vom Land, zum kleineren Teil werden Bundes- und EU-Mittel verwendet.

Die ersten Treffen zur Arbeitsgruppenfindung und für weitere Informationen sind schon fix: Die Wollmarer treffen sich dazu morgen um 19 Uhr im Bürgerhaus. Am Dienstag, 14. Februar, sind die Simtshäuser in ihr Bürgerhaus eingeladen, für Oberasphe findet die nächste Veranstaltung am 23. Februar, ebenfalls um 19 Uhr (Bürgerhaus), statt.

von Michael Agricola

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der Printausgabe der OP und bereits am Dienstagabend auf Ihrem iPad.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr