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Nordkreis Eine Mais-Mühle für die Samburu
Landkreis Nordkreis Eine Mais-Mühle für die Samburu
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18:23 27.03.2012
Helmut Heidlindemann (von links), Vorsitzender der Samburu-Hilfe, Rotary-Präsident Dr. Frank Ebermann und Kassierer Wolfgang Schöbener (ebenfalls Rotary-Club) freuen sich über die Übergabe von 3 000 Euro an die Samburu-Hilfe.Foto: Weber
Biedenkopf

Das Geld soll in eine Mais-Mühle investiert werden, "denn die Menschen, die dort leben haben zwar gelernt Mais anzubauen, um diesen aber anschließend richtig verarbeiten zu können, benötigen sie eine Mühle", erklärte der Vorsitzende des Samburu-Hilfe-Vereins, Helmut Heidlindemann und ergänzte: "Die Samburu sind ein Nomadenvolk, dass sich hauptsächlich durch Viehzucht ernährt."

Um die Zucht effizient betreiben zu können, brauche das Volk viel Platz, über den es seit der Aufteilung des Landes Kenia in Distrikte und der Kolonialherrschaft der Europäer zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht mehr verfüge. "Das hatte zur Folge, dass sich immer mehr Menschen und Vieh auf immer weniger Land konzentrierten. Wobei die Tragfähigkeit des labilen Ökosystems der Savanne diese Bevölkerungsdichte verbunden mit der intensiven Beweidung der Grasflächen nicht mehr tragen kann."

Um die Lebensbedingungen der Samburu zu verbessern, hat sich der Verein in den vergangenen rund 20 Jahren für den Bau eines Hospitals, einer Trinkwasseranlage und einer Schule eingesetzt. "Darüber hinaus haben wir den Bewohnern einfache landesübliche Geräte und Saatgut zur Verfügung gestellt, mit denen sie Felder anlegen und bearbeiten können, um eine kontinuierliche Nahrungsversorgung sicher zu stellen", berichtete Heidlindemann. Wichtig sei dem Verein das Motto "Hilfe zur Selbsthilfe".

Dass der Rotary-Club Biedenkopf den Verein Samburu Hilfe unterstützt, ist bereits zu einer Tradition geworden: "Seit ungefähr sechs Jahren überreichen wir Spenden, um die Arbeit des Vereins in Afrika zu fördern", sagte der Schatzmeister, Wolfgang Schöberer.

von Salomé Weber

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