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"Eindrucksvoll deutlich geworden"

B 252 "Eindrucksvoll deutlich geworden"

Nach etwas mehr als zwei Stunden ging man im Guten auseinander: Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) nahm eine Reihe von Eindrücken und Anregungen zur B 252 mit nach iesbaden, die Anwohner fühlten sich "endlich mal angehört".

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In ausgewählter Runde sprach Verkehrsminister Dieter Posch (Hintergrund) in Todenhausen mit Anwohnern und Kommunalpolitikern über die B-252-Problematik.

Quelle: Michael Agricola

Todenhausen . Hinter verschlossenen Türen hatten sie zuvor ihre Meinungen und Vorstellungen ausgetauscht: auf der einen Seite Posch und Vertreter seines Ministeriums und auf der anderen Seite einige Vertreter der Bürgerinitiative für eine Umgehungsstraße im Wetschaftstal sowie Bürgermeister, Ortsvorsteher und Kommunalpolitiker aus den Parlamenten der betroffenen Gemeinden. Darüber hinaus waren unter anderem Landrat Robert Fischbach (CDU) und der Bundestagsabgeordnete Sören Bartol (SPD) anwesend. Es sei sachlich und ohne große Emotionen diskutiert worden, sagte CDU-Landtagsfraktionsführer Dr. Christean Wagner bei einem anschließenden Pressegespräch. Er hatte offiziell eingeladen, schob aber dem Todenhäuser Ortsvorsteher Ralf Funk das Verdienst zu, dass es zu dem Treffen überhaupt gekommen war. Der habe ihn angerufen, so Wagner, und gesagt: "Herr Wagner, ich erwarte, dass Sie uns helfen."
Dieter Posch zeigte sich beeindruckt, wie sachkundig seine Gesprächspartner argumentiert hatten und ihm mögliche Schwachpunkte bei der jetzigen Verkehrszählung aufgezeigt hatten, die er nun prüfen will. Die Anlieger machten es ihm im Gegenzug leichter, indem sie im Vorfeld dafür sorgten, dass es keine Protestbekundungen gab. "Wie wichtig eine Entlastung für die Menschen ist, ist mir heute in eindrucksvoller Weise deutlich geworden", gab Posch zu, nachdem er gesehen habe, "wie nah der Verkehr hier an der Wohnbebauung vorbeiführt". Es gelte nun "erfolgsorientiert nach vorne zu gucken", so Wagner.

Nachdem das Verwaltungsgericht Kassel das seit 2006 geltende Fahrverbot gekippt hatte, weil es nach den vorgelegten Zahlen keine übermäßige Mehrbelastung durch Autobahnmaut-"Flüchtlinge" erkennen konnte, argumentiert Posch nun mit dem Lärmschutz und lässt an sechs mobilen Stellen auf der Strecke und einer Dauerzählstelle in Herzhausen den Verkehr ermitteln. Erste Ergebnisse sollen am 24. Februar den Bürgermeistern
vorgestellt werden.

von Michael Agricola

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