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Nordkreis Ein munteres Märchenraten
Landkreis Nordkreis Ein munteres Märchenraten
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18:46 20.06.2012
Oben rechts: Auch die Treppe im Ubbelohde-Haus diente als Zuschauertribüne. Vorne: Christiane Barie als Hahn der Bremer Stadtmusikanten. Mitte: Ortsvorsteher Wilfried Lies als „böser Wolf“, Gaby Dammshäuser verkörperte sowohl Rotkäppchens Großmutter als a Quelle: Manfred Schubert
Goßfelden

„200 Jahre Märchen der Brüder Grimm“ feiern wir in diesem Jahr. Zu diesem Jubiläum hat Goßfelden in der Gemeinde Lahntal gleich doppelten Bezug. Jacob und Wilhelm Grimm besuchten während ihrer Marburger Studienzeit (1802/03 bis 1805/06) des Öfteren Pfarrer Johann Heinrich Christian Bang in Goßfelden, der auch Sagen zu ihrer Sammlung beitrug. Und der Maler, Radierer und Illustrator Otto Ubbelohde hat von 1906 bis 1909 die Grimmschen Märchen in seinem Haus in Goßfelden mit 447 Zeichnungen illustriert.

Das Stück „Rotkäppchen und der böse Wolf“ wollte die Theatergruppe „Generationentreff Krafts Hof“, in der zum Teil Großeltern und ihre Enkel mitspielen, ursprünglich im Garten des Otto-Ubbelohde-Hauses aufführen. Aufgrund des „schauerlichen“ Wetters mussten sie jedoch improvisieren und ins Gebäude ausweichen.

Im Hauptraum des kleinen Museums rückten die 105 Zuschauer dicht zusammen, auch die Treppe diente vor allem den Kindern als Tribüne. Die Enge und die Umgebung mit den Bildern Ubbelohdes schuf jedoch eine besonders intensive Atmosphäre. Die kleineren Kinder zuckten zusammen, als schon vor dem Auftritt das Grollen des bösen Wolfes, den Ortsvorsteher Wilfried Lies verkörperte, aus dem Nebenraum deutlich zu hören war, und betrachteten seinen Auftritt sehr respektvoll. Die Erwachsenen hatten nicht nur daran ihren Spaß, sondern auch an den von der Regisseurin, Theaterpädagogin Karin Wölfer, in das Stück eingebauten Denksportaufgabe.

Es handelte sich dabei keineswegs nur um„Rotkäppchen und der böse Wolf“, sondern mindestens ein Dutzend Grimmscher Märchen waren von ihr miteinander verknüpft worden. Und nicht alle wurden auch durch die auftretenden Figuren repräsentiert, manche kamen nur versteckt in einem Satz vor.

So ging es munter durcheinander, nachdem der Wolf Rotkäppchen zur Blumenwiese geschickt hatte. Hase und Igel lieferten sich ein Wettrennen, die Bremer Stadtmusikanten kehrten bei Frau Holle ein, Rumpelstilzchen trat auf, Hans im Glück flüchtete mit seiner goldenen Gans vor der Hexe.

Natürlich ging alles gut aus: die Bremer Stadtmusikanten, die darauf aus waren, „Superstars“ zu werden, verursachten dem Wolf mit ihrem Gesang Ohrenweh und Bluthochdruck, so dass ihm der Appetit auf die Großmutter verging. Die überredete ihn, doch in den Zoo zu gehen, wo er seine Ruhe habe und zu Fressen bekomme, während die anderen keine Angst mehr vor ihm haben müssten. Zum Finale verteilte Rotkäppchen dann Kuchen an die mehr als 20 Darsteller.

Inzwischen hatte auch der Regen aufgehört, so dass sich alle draußen im Garten bei Kaffee, Kuchen und Würstchen stärken konnten, bevor der zweite Teil der Veranstaltung begann. Die bekannteLiedermacherin Beate Lambert und die Marimbaphonspielerin und Perkussionistin Elke Ama’Sora Saller hatten bereits das Theater musikalisch eingeleitet. Sie gaben ein Konzert mit Kinder- und Märchenliedern, bei dem die Kinder aktiv mit einbezogen wurden und begeistert mitmachten.

von Manfred Schubert

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