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Ein gemeinsames Dach für drei Wehren

Feuerwehrhaus Ein gemeinsames Dach für drei Wehren

Den ganzen Samstag wurde das nicht nur für die Gemeinde Lahntal bedeutsame Ereignis der Übergabe des gemeinsamen Feuerwehrhauses für die Ortsteile Göttingen, Goßfelden und Sarnau gefeiert.

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einen symbolischen, sondern die echten Schlüssel überreichte Bürgermeister Manfred Apell (von links) an Gemeindebrandinspektor Thomas Rößer, Goßfeldens Wehrführer Steffen Köster, dessen Stellvertreter Holger Briel und Wehrführer Bernd Peter (vereinigte Einsatzabteilung Sarnau und Göttingen), rechts daneben Parlamentsvorsitzender Dirk Geißler.

Quelle: Manfred Schubert

Goßfelden. Ab Montag werden die 61 Aktiven, davon 21 aus Goßfelden sowie 35 aus Sarnau und 5 aus Göttingen, einziehen. Letztere hatten bereits im Februar ihre Einsatzabteilungen vereinigt. Am Morgen war das zukunftsorientierte Energiekonzept vorgestellt worden.

Eine Andacht, an der etwa 200 Besucher teilnahmen, leitete die anschließende zweistündige Übergabefeier ein. Pfarrer Wilhelm Hammann von der evangelischen Kirchengemeinde Goßfelden-Sarnau symbolisierte anhand einer kompletten Ausrüstung den Schutz von außen für die Feuerwehrleute, für den „Schutz von innen“ erbat er Gottes Segen für sie.

„Sie können gar nicht ermessen, was für ein wichtiger Tag dies für mich ist, wie viel Aufregung dieses seit langer Zeit, abgesehen von den Lahndämmen, größte Bauvorhaben der Gemeinde mich gekostet hat“, bekannte Bürgermeister Manfred Apell und freute sich, dass mit dem 2,5 Millionen Euro teuren Bau das „Projekt sichere Zukunft für die Feuerwehren in Lahntal“ an diesem Tag, nur vier Jahre nach Planungsbeginn, abgeschlossen werden konnte.

Kritiker, die die Kosten hinterfragten, hätten sich laut Apell nicht richtig mit der Sache beschäftigt. Allein das Grundstück habe die Gemeinde für 200.000 Euro erwerben und für weitere 150.000 Euro mit Erde auffüllen müssen. In dem Haus für drei Wehren sei kein Fahrzeugstellplatz frei, es sei nicht zu großzügig, sondern angemessen.

Der einzige Punkt, über den man hätte streiten können, sei der eigene Raum für die Jugendfeuerwehr, ansonsten sei alles genau nach Vorschrift gebaut, kein Quadratmeter zuviel. Nur die Jugend gewährleiste, dass man auch in Zukunft eine Freiwillige Feuerwehr habe, richtig teuer käme eine, die die Gemeinde bezahlen müsste. Das optisch ansprechende Haus zeige, dass die Feuerwehr ein gutes Heim habe, vielleicht überlege sich nun mancher, der zum Supermarkt fahre, auch beizutreten.

Landrat Robert Fischbach sowie Kreisbrandinspektor Lars Schäfer bezeichneten den in Lahntal beschrittenen Weg als zukunftsweisend für die Feuerwehren im Landkreis. Fischbach unterstrich, dass deren Aktive 365 Tage im Jahr freiwillig ehrenamtlich bereitstünden, Bürgern in Not zu helfen. Bei 7.000 Einwohnern habe das Feuerwehrhaus jeden Lahntaler 357 Euro gekostet, eine richtige und gute Entscheidung.

von Manfred Schubert

Mehr lesen Sie am Montag in der gedruckten OP.

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