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„Ein Stück Heimat im Herzen“

Verabschiedung „Ein Stück Heimat im Herzen“

Die Pfarrerin des Kirchspiels Wetter, Constanze Thierfelder, wird Professorin für Seelsorge am Theologischen Seminar der Evangelischen KircheHessen-Nassau.

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Professorin Constanze Thierfelder (Zweite von links) wurde unter anderem von Dekan i.R. und Vertreter der Pfarrstelle II, Dr. Karl-Ludwig Voss, (von links), Christa Bloh und Anneliese Hissner vom Kirchenvorstand, Vakanzvertretung Svenja Neumann und vom Ki

Quelle: Anja Lagerwerf

Wetter. Die Gemeindemitglieder verabschiedeten sich während eines Empfangs am Sonntag im Gemeindehaus des Kirchspiels Wetter von ihrer Pfarrerin. „Uns werden ihre menschliche Art, die Predigten, ihr Gesang in den Gottesdiensten und auch die trostspendenden Worte zu den traurigeren Anlässen sehr fehlen“, waren sich die Gäste einig.

Voller Elan begann Pfarrerin Thierfelder vor mehr als sechs Jahren ihre Gemeindearbeit. Sie brachte in dieser Zeit unter anderem den barrierefreien Zugang zur Stiftskirche auf den Weg, baute die Kindergottesdienste in Todenhausen und Wetter auf, gründete den Kinderkirchenchor - obwohl es viele Veränderungen und Unruhen in dieser Zeit gegeben habe.

Die Stelle des Pfarramtes II sei seit drei Jahren unbesetzt, das Kirchspiel Wetter kämpfe seitdem sogar vor dem Bundeskirchengericht um die Erhaltung der Pfarrstellen für Wetter. Das Altenheim wurde aus der Gemeinde ausgegliedert, so Constanze Thierfelder.

Das Nachmittagslicht schien im Abschieds-Gottesdienst durch die vom berühmten Glaskünstler Hans-Gottfried von Stockhausen wunderschön gestalteten Kirchenfenster. Und Pfarrerin Constanze Thierfelder sprach in ihrer Predigt auch über die „Suche des besonderen Lichts, das das Leben bringt“. Es gebe kein Patentrezept für den rechten Weg zum wahren Licht, sondern nur die wahrhafte Suche danach. Sie hoffe, dass ihre Nachfolgerin oder ihr Nachfolger das Licht für Wetter suche, sich selbst in Demut treu bleibe und für die Stadt Wetter gute Wege finde, so die Pfarrerin.

„Eine erfrischende, lebhafte und humorvolle Pfarrerin“, mit diesen charmanten Worten verabschiedete auch der Kirchenvorstandsvorsitzende Heinrich Berger die zukünftige Professorin für Seelsorge am Theologischen Seminar der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau.

„Sie war die erste Frau seit der Reformation an dieser Stelle - die Äbtissinnen des Klosters waren ihre direkten Vorgängerinnen“, so der Kirchenvorstandsvorsitzende. „Möge der Klosterberg Wetter immer auch ein Stück Heimat in Ihrem Herzen bleiben.“

von Anja Lagerwerf

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