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Nordkreis Ein Rastplatz mit schöner Aussicht
Landkreis Nordkreis Ein Rastplatz mit schöner Aussicht
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19:11 09.11.2015
Heinrich Müller (von links), Horst Weiß, Hartmut Schmidt, Ortsvorsteher Ralf Funk, Günther Nau, Frank Schmidt und Werner Vollmerhausen richteten am Samstagmorgen die neue Fahrrad-Raststation oberhalb Todenhausens ein. Quelle: Manfred Schubert
Todenhausen

Die schon zur Tradition des alljährlichen Anradelns im Landkreis gehörende Wette hatte in diesem Jahr Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka gewonnen. Zum Anradeln am 10. Mai kamen etwa 125 Radler, also mehr als die geforderten 100, und klingelten und sangen vor dem Start am Marburger Hauptbahnhof „Ja, mir san mit’m Radl da“. Somit sponserte die Kurhessenbahn eine weitere Fahrrad-Raststation, diesmal bei Todenhausen.

In Eigenleistung richtete ein siebenköpfiges Team nun den Rastplatz oberhalb des Dorfes ein. Er liegt unweit des „Grünen Wegs“ am so genannten Zollstock, wo sich die Wege von Todenhausen, Mellnau und Wetter kreuzen. „Bei uns gab es bisher keine Raststation. Es boten sich zwei Optionen, unten im Tal oder am Zollstock.

Der gewählte Platz wird stark frequentiert, jeden Sonntag sind auf dem Weg viele Spaziergänger und Radler unterwegs“, erläuterte Ortsvorsteher Ralf Funk die Entscheidung. Von der Anhöhe bietet sich ein schöner Ausblick auf die Region Burgwald, unter anderem auf Mellnau mit seiner Burg. Am Montag vergangener Woche hatten die notwendigen Vorbereitungen mit vier Stunden Baggerarbeiten begonnen. Die Tisch-Bank-Kombination und der Rundbalken zum Anlehnen von Rädern waren gerade rechtzeitig zum Bauhof in Goßfelden geliefert worden.

Der älteste Helfer, der 71-jährige Heinrich Müller, hatte diese am Donnerstag mit seinem 46 Jahre alten Trecker abgeholt. Am Samstagmorgen arbeiteten Heinrich Müller, Horst Weiß, Hartmut Schmidt, Ortsvorsteher Ralf Funk, Günther Nau, Frank Schmidt und Werner Vollmerhausen drei Stunden lang, um die neue Fahrrad-Raststation einzurichten.

Pflegepate leert Abfallkorb

Tisch-Bank-Kombination und Rundbalken wurden einbetoniert. Zusätzlich wurde auch ein Abfallkorb, den Funk angefordert hatte, installiert. Ein Pflegepate aus dem Dorf wird diesen regelmäßig leeren. Außerdem werteten die Todenhäuser den Platz durch Pflanzung einer Ligusterhecke auf, die künftig als Einfriedung und Sichtschutz dienen soll.

Das milde, frühlingshaft warme Wetter an diesem Novembertag lud dazu ein, spontan am Abend eine kleine Einweihungsfeier an der neuen Raststation abzuhalten. Außerdem gab es einen weiteren Erfolg zu feiern. Am Abend zuvor war im Dorfgemeinschaftshaus die Liste für die kommende Ortsbeiratswahl aufgestellt worden.

„30 Personen haben teilgenommen und zehn, so viele wie noch nie, haben sich bereiterklärt, für die Bürgerliste Todenhausen zu kandidieren“, freute sich Funk.

von Manfred Schubert