Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 14 ° Gewitter

Navigation:
Ein Blick in die Ferne vom Hubsteiger aus

Bauhof bot Programm Ein Blick in die Ferne vom Hubsteiger aus

Das herrliche Herbstwetter kam am Samstag dem Tag der offenen Tür auf dem Interkommunalen Bauhof Lahntal-Wetter-Cölbe zugute, der zum dritten Mal seit 2001 stattfand.

Voriger Artikel
Raubüberfall
Nächster Artikel
Weinlieder zum goldenen Herbst

Nicht nur große und kleine Jungs sind fasziniert von Baumaschinen. Auch Thalia (von links) und Yanica, beide zehn Jahre alt, hatten Spaß daran, unter Anleitung von Bauhofmitarbeiter Helmut Roth einmal selbst den Bagger zu bedienen.

Quelle: Manfred Schubert

Goßfelden. Etwa 500 Gäste kamen - die letzten verließen das Gelände gegen 20 Uhr. Auch Gruppen und Vereine waren zu Gast und nutzten das vorhandene kulinarische Angebot: Die Roller- und Motorradfreunde Lahntal und Umgebung kehrten nach ihrer Abschlussfahrt mit 18 Motorrädern im Bauhof ein, um dort die Saison gemütlich ausklingen zu lassen. Fußballer und Fans der SG Lahnfels kamen ebenfalls, um ihren Sieg gegen Michelbach zu feiern.

Für die Kinder gab es eine Hüpfburg und ein Geschicklichkeitsspiel, aber noch mehr fasziniert waren die Jungen und Mädchen vom Fuhr- und Gerätepark des Bauhofs. Es gab Fahrten mit dem kürzlich angeschafften neuen „Unimog 300“, mit dem Hubsteiger konnte man sich zwölf Meter in die Höhe befördern lassen und den Ausblick genießen. Besonders beliebt war die Möglichkeit, einmal den neun Tonnen schweren, etwa 80 PS starken Bagger, der sonst im Graben- und Wegebau zum Einsatz kommt, selbst unter Anleitung zu bedienen.

Wer Glück bei der Tombola hatte, konnte durchaus auch ein größeres oder kleineres nützliches Arbeitsgerät mit nach Hause nehmen. Geschäftspartner und Freunde hatten 300 Preise zur Verfügung gestellt, darunter ein Rasenmäher im Wert von etwa 500 Euro sowie Bohrhammer, Akkuschrauber oder Kettensäge. Eine Sitzbank aus Eichenholz, die ein Bauhofmitarbeiter in seiner Freizeit angefertigt hatte, gab‘s auch zu gewinnen.

Bauhof mit „Spareuro 2012“ ausgezeichnet

Lahntals Bürgermeister Manfred Apell, der Ende der 90er Jahre den Bauhofzusammenschluss auf den Weg gebracht hatte, erinnerte sich. Lahntal und Wetter gingen 1999 mit ihren Bauhöfen zusammen, 2001 kam Cölbe hinzu. „Wir haben das zu keiner Zeit bereut, die Möglichkeiten zu dritt sind einfach größer. Lahntal hatte damals Fahrzeuge, die nur noch der Rost zusammenhielt. Allein das Salzlager hätten wir als einzelne Gemeinde gar nicht bezahlen können“, sagte Apell. Alle größeren Geräte habe man nun nur einmal, nicht dreimal, die Auslastung sei besser. Zum Beispiel sei der Friedhofsbagger für eine Gemeinde sehr teuer. Jede der beteiligten Kommunen habe zwischen 40 und 60 Todesfälle im Jahr, dafür reiche ein Bagger. Geschäftsführer Willi Krannich stimmte Apell zu. Der Hubsteiger komme nun dreimal wöchentlich zum Einsatz, früher vielleicht einen halben Tag pro Woche.

Der Bauhof hat 32 Mitarbeiter und 24 Fahrzeuge. Verschiedene Maschinen stehen auf dem Hof bereit und können nun auch personell gesehen besser eingesetzt werden. Hatten auf dem einzelnen Bauhof früher vielleicht nur zwei Mitarbeiter den passenden Führerschein und waren beide krank, so standen die Fahrzeuge nutzlos herum. Nun kann der Fuhrpark effektiver genutzt werden - kein Wunder also, dass der hessische Bund der Steuerzahler diesen Bauhof mit dem „Spareuro 2012“ ausgezeichnet hat.

von Manfred Schubert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr