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Drei Minuten nach Alarmierung vor Ort

Großgemeindeübung Münchhausen Drei Minuten nach Alarmierung vor Ort

Für den Ernstfall probte am Wochenende die Feuerwehr in Münchhausen. Die Großgemeindeübung verlief nach Plan und somit zur Zufriedenheit aller Beteiligten.

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Der Einsatzleiter für den Abschnitt hinter dem Gebäude, das im Mittelpunkt der Münchhäuser Großgemeindeübung stand, blickt auf die Drehleiter der Feuerwehr Wetter.

Quelle: Till Ganswindt

Münchhausen. Als am vergangenen Freitag um 18.49 Uhr die Sirene der Feuerwehr in Münchhausen ertönte, wussten einige Anwohner und Schaulustige schon, an welchem Ort die Brandbekämpfer anrücken würden. Deutlich sichtbar stieg der Rauch schließlich aus einem Fenster über dem Edeka-Markt in der Hauptstraße auf. Zu befürchten hatten die Menschen allerdings nichts: Der vermeintliche Brand war fingiert und Teil einer angesetzten Großübung der Feuerwehren der Gemeinde.

„Das Szenario stellt die Brandbekämpfung und Menschenrettung dar“, sagte Bernd Berghöfer, Gemeindebrandinspektor und Leiter der Feuerwehr Münchhausen. Die wesentlichen Übungsziele seien dabei die Überprüfung der Einsatzfähigkeit und die Wasserförderung zum Einsatzort gewesen. „Wir wollten in Erfahrung bringen, wie viele Feuerwehrleute wir in welcher Zeitspanne mobilisieren können und wie viel Löschwasser wir an die Einsatzstelle bekommen “, betonte Berghöfer.

Bereits drei Minuten nach der Alarmierung war das erste Fahrzeug von insgesamt acht Einsatzwagen vor Ort, und schon zehn Minuten nach ihrem Eintreffen hatte die Feuerwehr zwei Personen gefunden und gerettet. 49 Feuerwehrleute waren zuvor die Vorder- und Rückseite des Gebäudes mit jeweils einem Zug angegangen, hatten die Einsatzwagen in Position gebracht, in Windeseile Schläuche ausgelegt und die Löschaktion begonnen.

Laut Berghöfer gingen die Feuerwehrleute von zwei gefährdeten Personen aus und teilten die Rettung in zwei Abschnitte ein: in den der „Wasserförderung und Brandbekämpfung“ an der Gebäudefront und den der „Menschenrettung“ hinter dem Gebäude. Für den hinteren Teil hatten die Einsatzkräfte für die Übung eigens eine Drehleiter von der Feuerwehr Wetter angefordert, die für eine derartige Unterstützung der Nordkreiskommunen zuständig ist. Aus der Gefahrenzone gelangten die Personen jedoch nicht durch eine Rettungsaktion in luftiger Höhe. „Das wäre zwar ohne Weiteres möglich gewesen, die Rettung durch einen Rettungs-Trupp über die Vorderseite war aber die zeitsparende Variante“, konstatierte Berghöfer, der mit dem Ablauf und dem Ergebnis der Großübung rundum zufrieden war.

„Mehr kann man nicht erwarten“

Für bestimmte potenzielle Einsatzgebiete erarbeitet die Feuerwehr Münchhausen Szenarien, wie im Ernstfall vorgegangen werden könnte. Eine Großgemeindeübung wie am vergangenen Freitag findet im Regelfall zweimal im Jahr statt. „Im Falle des besonderen Löschobjekts Einkaufszentrum hat alles so geklappt, wie wir uns das vorgestellt hatten. Die Lösung mit zwei eingesetzten Zügen war der richtige Weg“, freute sich der Gemeindebrandinspektor, „mehr kann man nicht erwarten.“

Der Pressesprecher der Feuerwehr Münchhausen, Jens Dörscheln, hob dabei die interkommunale Zusammenarbeit hervor: „Das Untereinander der Wehren der Gemeinde mitsamt der Feuerwehrkollegen aus Wetter hat ganz hervorragend funktioniert“.

von Till Ganswindt

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