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Nordkreis Neuer Cölber Bürgermeister übernimmt im Mai
Landkreis Nordkreis Neuer Cölber Bürgermeister übernimmt im Mai
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12:41 31.12.2018
Dr. Jens Ried ging beim Häuserwahlkampf durch alle Straßen der Gemeinde Cölbe. Quelle: Archivfoto: Tobias Hirsch
Cölbe

OP: Herr Ried, seit dem 28. Oktober wissen Sie, dass Sie im Mai 2019 neuer Bürgermeister der Gemeinde Cölbe sein werden. Wie werden Sie für sich die vier Monate davor gestalten, wann haben Sie Ihren letzten Arbeitstag im „alten Beruf“?

Dr. Jens Ried: Ich arbeite nach wie vor in der Wissenschaft und schließe derzeit einige laufende­ Projekte ab. Parallel dazu bin ich bereits in viele Aufgaben des Rathauses eingebunden und bereite mich auch so auf die ­Übernahme des Amtes vor.

OP: Welche neuen Erkenntnisse über die Gemeinde Cölbe hat Ihnen Ihr Wahlkampf gebracht?

Ried: Ich wohne seit fast zehn Jahren hier und bin seit fast sieben Jahre Mitglied im Cölber Parlament. In dieser Zeit habe­ ich schon sehr viel über Cölbe­ gelernt und erfahren. Im Wahlkampf habe ich vor allem in dreierlei Hinsicht neue Erkenntnisse gewonnen: Erstens, ich kenne jetzt jede Straße und jede Ecke persönlich. Zweitens, durch den persönlichen Dialog mit den Cölberinnen und Cölbern fühle ich mich in vielen Punkten mit meinem Programm bestätigt. Drittens, ­Cölbe hat sehr viel Potenzial, das noch ungenutzt ist und somit noch einige Felder, die bestellt werden müssen. Darüber hinaus gilt es, das vielfältige ­Engagement der Bürgerinnen und Bürger vor Ort aufzugreifen und besser mit den politischen Entscheidungsprozessen zu vernetzen, um ­gemeinsam weiterzukommen.

OP: Suchen Sie den Kontakt zum Bürgermeister, um sich über die laufenden Dinge in der Verwaltung unterrichten zu lassen oder lassen Sie es auf einen Kaltstart ankommen?

Ried: Die Zusammenarbeit mit Volker Carle begann unmittelbar nach dem Wahlerfolg: angefangen mit Vertretung der Gemeinde bei der Unabhängigkeitsfeier in Polen über Personalentscheidungen und die Zukunft der interkommunalen­ Zusammenarbeit bis hin zur Gestaltung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie den Planungen zur Weiterentwicklung der Gemeinde im Bereich Bauen. Daraus ergibt sich bereits jetzt auch eine sehr gute Zusammenarbeit mit den Bediensteten der Gemeinde – aus meiner Sicht eine Grundvoraussetzung für einen guten Einstieg in meine Amtszeit.

OP: Sie sind als parteiunabhängiger Kandidat ins Rennen um das Bürgermeisteramt gegangen. Welche Rolle wird Ihre CDU-Mitgliedschaft als neuer Bürgermeister von Cölbe spielen, vielleicht auch bezüglich eines dadurch kürzeren Drahts zur hessischen Landesregierung?

Ried: Ein guter Draht zu allen politischen Ebenen kann der Gemeinde Cölbe nur dienen. Meiner Erfahrung nach werden solche Verbindungen jedoch nicht in erster Linie über Parteizugehörigkeiten, sondern über Dialogfähigkeit und die sachliche Auseinandersetzung mit guten Konzepten und Argumenten geschaffen. Die Mitgliedschaft in der CDU ist für mich Ausdruck meiner persönlichen politischen Grundüberzeugungen. Dazu zu stehen ist für mich selbstverständlich und schafft gerade im Gespräch mit anderen die notwendige Transparenz. An dieser Stelle mit offenen Karten zu spielen, ist im Dialog meiner Erfahrung nach eher von Vorteil. In diesem Sinne werde ich auf der Basis von Sachlichkeit und Offenheit auch weiterhin den Kontakt zu unterschiedlichen politischen Ebenen suchen.

von Götz Schaub

Ein Kurzinterview mit Bürgermeister Volker Carle lesen Sie hier. (Artikel ist nach Anmeldung für OP-Leser zugänglich.)