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Dorfgemeinschaftshaus muss begutachtet werden

Wollmar Dorfgemeinschaftshaus muss begutachtet werden

Ein Gutachten soll feststellen, ob das Wollmarer Dorfgemeinschaftshaus wirtschaftlich sinnvoll saniert werden kann. Erst dann gäbe es Fördermittel aus der Dorferneuerung.

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Das Dorfgemeinschaftshaus, in dem die Sitzung des Ortsbeirats stattfand, stand auch thematisch im Mittelpunkt.Foto: Schubert

Quelle: Manfred Schubert

Wollmar. Der Ortsbeirat Wollmar informierte in seiner jüngsten Sitzung, zu der insgesamt 22 Teilnehmer ins Dorfgemeinschaftshaus (DGH) gekommen waren, über den Stand des Dorferneuerungsverfahrens.

Im Oktober hatte der Koordinierungstermin stattgefunden, um das Dorfentwicklungskonzept für die drei Ortsteile Oberasphe, Simtshausen und Wollmar abzuschließen. Dabei wurden die Fördergebiete und der zuschussfähige Gesamtinvestitionsrahmen von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen festgelegt.

Die geplanten Summen stehen unter dem Vorbehalt, das ausreichende Landeshaushaltsmittel bereitgestellt werden. In allen drei Ortsteilen sind für Investitionen in Jugendräume 60000 Euro vorgesehen, die von der Kommune flexibel eingesetzt werden können. Ebenso ist es mit den 50000 Euro, die für die Backhäuser in Wollmar und Oberasphe angesetzt wurden, und den 90000 Euro für die Gestaltung von Freiflächen in allen drei Ortsteilen, wobei die Sanierung der historischen Sandsteinmauer in Wollmar zu den wichtigsten Projekten zählt.

Baulicher und funktionaler Verbesserungsbedarf

Für die Sanierung der rückwärtigen Fassade des als städtebaulich bedeutsam eingestuften Grenzganghauses in Wollmar werden 25000 Euro bereitgestellt.

Ein Problemfall ist das Dorfgemeinschaftshaus Wollmar, dessen Zustand in baulicher wie funktionaler Hinsicht als schlecht eingestuft wurde. Allerdings wird es täglich intensiv genutzt, häufig für Jugendarbeit.

Zunächst wurden 20000 Euro genehmigt, um ein Fachgutachten erstellen zu lassen, dass bewertet, ob das DGH wirtschaftlich sinnvoll saniert werden kann. Außerdem muss ein neues Nutzungskonzept erstellt werden. Nach Bestätigung der Sanierungsfähigkeit, Erarbeitung neuer Nutzungspotenziale und eventueller Erschließung weiterer Fördermittelgeber könnten 380000 Euro für das Dorfgemeinschaftshaus bereitgestellt werden.

Ortsvorsteher Wolfgang Henseling erläuterte, dass diese Summe nicht den Einbau einer neuen Heizung einschließe, da dies nicht mehr über die Dorferneuerung gefördert werde. Falls eine Zusage käme, würde die Sanierung des DGH ab 2014 erfolgen. Daher hätte er gerne Klarheit bis zu den Sommerferien 2013, denn danach müsste das Geld in den Gemeindehaushalt eingestellt werden.

Der stellvertretende Ortsvorsteher Heiko Muth ergänzte, dass die WI-Bank den Zuschnitt des Gebäudes für nicht mehr zeitgemäß hält: „Wir sollen überlegen, ob es durch Rück- und Umbau nicht besser nutzbar würde. Unter anderem soll die Kegelbahn entfernt werden. Außerdem müssten die Betriebskosten und deren Übernahme durch die Nutzer zur Entlastung der Kommune geklärt werden.“

Gemeindevorstands-Mitglied Johannes Wagner wies darauf hin, dass eine energetische Sanierung, die die Heizkosten senken würde, nicht über die Dorferneuerung förderfähig sei, dafür gebe es andere Töpfe und man sei ausdrücklich aufgefordert worden, diese zu nutzen. Es sei zu erkunden, ob die Landwirte und die Bevölkerung daran interessiert seien, sagte Wagner.

von Manfred Schubert

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