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Nordkreis Die Wehr als "Universaldienstleister"
Landkreis Nordkreis Die Wehr als "Universaldienstleister"
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18:36 11.03.2012
Ob Hilfe beim Verkehrsunfall oder beim Wohnungsbrand, die Feuerwehr Wetter-Mitte hatte im vergangenen Jahr wieder sehr viel zu tun. 76-mal war sie im Einsatz.Fotos: Feuerwehr Wetter-Mitte
Wetter

56 Teilnehmer kamen zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wetter-Mitte ins Feuerwehrhaus. Es gab 24 Brandeinsätze, darunter einen elfstündigen mit der Drehleiter beim Feuer auf dem Gelände der Firma Völker in Sarnau, 19 Technische Hilfeleistungen, 13 Gefahrguteinsätze und sieben Amtshilfen, berichtete Wehrführer Markus Theis.

Daneben kamen für Ausbildung, Wartung und Geräteunterhaltung 2108 Stunden zusammen.

In diesem Jahr erhält Wetter ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 20/16. Die Pumpe kann 2000 Liter Wasser pro Minute bei 10 bar Druck fördern, der Löschwassertank fasst 1600 Liter. Die Auslieferung ist für Juni geplant, die offizielle Übergabe soll im September stattfinden.

Rainer Gimbel, Fachgebietsleiter Technische Hilfe, sprach über den Zuwachs an Aufgaben: „Früher war Technische Hilfe für uns der klassische Verkehrsunfall. Mittlerweile haben wir das Gefühl, wir werden zum Universaldienstleister. Türen öffnen, Dächer von Schnee befreien, steckengebliebene Aufzüge, Einsätze mit der Wärmebildkamera für die Polizei – die frühere Ausbildung für die Unfall-Hilfeleistung reicht längst nicht mehr aus.“Aus der Jugendfeuerwehr traten auch im vorigen Jahr wieder drei Mitglieder in die Einsatzabteilung ein. Anfang 2011 gehörten ihr neun Jungen und drei Mädchen an, zurzeit sind es sechs Jungen und zwei Mädchen, berichtete Jugendwart Sven Fräbel. 226 Stunden leisteten Betreuer und Jugendwarte bei feuerwehrtechnischer Ausbildung und allgemeiner Jugendarbeit.

Stadtbrandinspektor Klaus Prinz betonte, dass 76 Einsätze nur abzuleisten seien, wenn man von der Stadt die entsprechende technische Ausstattung bekomme. Stadt-, kreis- und landesweit gebe es nicht mehr so viel Menschen, die zur Feuerwehr wollen, das müsse man technisch durch den höchsten Standard kompensieren. „Das hat hier immer gut geklappt, da konnten wir bei Magistrat und Parlament offene Türen einrennen. Wir brauchen die Geräte nicht für uns, sondern um Sie zu retten!“, sagte Prinz.

Er unterstrich den hohen Ausbildungsstand, in Wetter träfen sich die Feuerwehrleute zweimal pro Woche, häufiger als in vielen anderen Wehren, und dankte auch für die gute Jugendarbeit.

Bürgermeister Kai-Uwe Spanka (parteilos) erklärte in seinem Grußwort: „Man merkt es, wenn der Stadtbrandinspektor im Rathaus sitzt. Die Wege sind kurz, alle Bereiche wurden berücksichtigt. Ich denke, Klaus handelt sehr umsichtig und dass er bewiesen hat, dass auch die Stadtteilwehren bedacht werden, was manche infrage stellten“. Das neue LF 20/16 sei wichtig, um die Schutzbereiche umzustrukturieren.

Kritik übte Spanka am Land. Voriges Jahr sei aus dem Verkehrsministerium die lapidare Meldung gekommen, dass die Straßenmeistereien Ölspuren nicht mehr abstreuen wollten, dafür habe man ja Feuerwehren. Das kann nicht Aufgabe der Freiwilligen sein, befand der Bürgermeister. Weiter kritisierte er die verspätete Einführung des Digitalfunks, da sei zum Beispiel Polen mit der Einführung 2003 weit voraus. Zum Stichwort Interkommunale Zusammenarbeit betonte er, dass es gerade bei größeren Schadensfällen wie bei Völker wichtig sei, dass sich die Feuerwehren kennen und gemeinsam handeln.

Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Norbert Stolte, berichtete über die gesellschaftlichen Aktivitäten des Vereins. Gut besucht sei vor allem der Tag der offenen Tür im November gewesen, der samstags statt sonntags und mit Live-Musik am Abend stattfand und daher in dieser Form wiederholt werden soll. Der Mitgliederstand sank um zwei auf 327.

Wahlen: Als Beisitzer und Passivenvertreter wurde Arndt Boerma nachgewählt. Karl Zissel legte das Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder.

von Manfred Schubert

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