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Die Schönstädter feiern Hand in Hand

Vereinsjubiläen Die Schönstädter feiern Hand in Hand

Schönstadt ist eben ein ganz besonderes Dorf: Vier Tage lang zogen der 85 Jahre alte Sportverein und der Bläserchor beim 111-jähriges Bestehen an einem „Fest-Strang“.

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Die Jungbläser des Bläserchors traten ebenfalls beim Festkommers auf.

Quelle: Manfred Schubert

Schönstadt. Ein buntes und bewegtes Fest liegt hinter den Schönstädtern. „Brechend voll“, berichtete der Bläserchor-Vorsitzende Wiegand Lang, war das Bürgerhaus am Samstagabend mit mehr als 300 Gästen, wo man gemeinsam das EM-Auftaktspiel der deutschen Elf schaute. Nach dem bejubelten Sieg feierte man bis in die frühen Morgenstunden hinein mit Diskomusik. Dem Fußball war der Samstag zuvor gewidmet gewesen. Vom Morgen an maßen sich 20 F-Jugend-Mannschaften in einem Turnier, am Nachmittag siegten die Schönstädter Senioren im Freundschaftsspiel gegen den TSV Geismar.

Am Freitagabend waren 150 Besucher gekommen, um zur Musik der Band „Brennholz“ aus Stadtallendorf und Umgebung bis gegen drei Uhr morgens das Tanzbein zu schwingen.

Sonntag war Blasmusiktag. Ab 13 Uhr gaben der Bläserchor Schönstadt und die Stadtkapelle Wetter ein Platzkonzert auf dem Marktplatz vor etwa 120 Zuhörern. Gemeinsam marschierten sie unter den Klängen des Juventas- und des Petersburger-Marsches zum Bürgerhaus, wo später auch noch die Trachtenkapelle Wohratal und der Posaunenchor Bracht auftraten.

Kapellen ziehen durch den Ort

Den Auftakt der Feiern hatte ein dreistündiger Festkommers mit 180 Gästen am Donnerstagabend gebildet, dessen Moderation die frühere Ortsvorsteherin Carola Carius übernahm. Unter anderem bei den zahlreichen Mitgliederehrungen wurde deutlich, wie eng die zwei Vereine durch die Menschen, die beiden angehören, miteinander verbunden sind. Beispielsweise erhielt der SV-Vorsitzende Peter Wenzel, seit 50 Jahren aktiver Musiker, auch den Ehrenbrief des Bläserchors.

Trotz der Länge wurde es nicht langweilig. Unter anderem traten die Bläserklasse der Grundschule und die Jungbläser des Bläserchors auf. Hans-Peter Wagner, Peter Wenzel und Wiegand Lang stellten im Wechsel im Laufe des Abends die Geschichten der Vereine anhand von Fotos und aufgelockert mit Anekdoten vor.

Schirmherr Volker Carle betonte im Grußwort, er sei sicher, dass das „Jahrhundertwerk Nahwärme“ nicht ohne die Vereine zustande gekommen wäre. „Dort trifft man sich, lernt sich kennen und einschätzen. Und dort findet man diejenigen, die anpacken“, sagte er. Gertrud Knöppel verwies auf einen „dritten Geburtstag“, der beim SV gefeiert wird. Vor 45 Jahren, nach Fertigstellung des Bürgerhauses, wurde die Damenturnabteilung ins Leben gerufen.

von Manfred Schubert

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