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Nordkreis Die Oberndorfer und ihre „Rennstrecke“
Landkreis Nordkreis Die Oberndorfer und ihre „Rennstrecke“
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19:23 16.02.2012
Ernste Gesichter während der Podiumsdiskussion in Oberndorf. Die Bürger nutzten die Veranstaltung, um deutlich zu machen, was ihr großes Thema vor Ort ist: die Verkehrsberuhigung. Quelle: Carina Becker

Oberndorf. Mit seinen rund 150 Einwohnern fühlt sich Oberndorf als kleinster Stadtteil nicht immer gut behandelt. „Wir fallen da im Vergleich zu den anderen oft hinten runter“, beklagte ein Besucher der Podiumsdiskussion im Bürgerhaus zu fortgeschrittener Stunde.

Nach Vorstellungsrunde und ausführlicher Diskussion über Themen wie Infrastruktur, erneuerbare Energien oder Stadthalle Wetter, hatten verschiedene Zuhörer aus Oberndorf die Nase voll. Sie fühlten sich mit ihren Themen zu kurz gekommen – und gestört vom Verhalten „auswärtiger“ Besucher.

Einer derer, die diesen Eindruck auf den Punkt brachten, war der Oberndorfer Markus Freiling: „Diese Ballspiele, die hier laufen, das Vorführen einzelner Kandidaten und die Kuppeleien hier im Saal, das fällt auf. Wir Oberndorfer werden dabei ausgegrenzt, das ist eine unangenehme Versammlung für uns“, sagte er und erntete breite Zustimmung.

Oberndorf wartet seit Jahren auf den Ausbau der Ortsdurchfahrt, die eine Landesstraße ist. „Wir werden immer und immer wieder vertröstet“, beklagte eine Zuhörerin. Und nachdem es zuletzt die Hoffnung auf einen zügigen Ausbau gab und die Varianten mit der Stadt auch schon eingehend besprochen wurden, ist jetzt wiederum unklar, wann es soweit ist. Möglichkeiten, schnell und kostensparend für eine Verkehrsberuhigung zu sorgen, bestünden in weißen Fahrbahnmarkierungen, schlugen die Oberndorfer vor.

Neben den Fahrbahnmarkierungen drängten die Oberndorfer auch auf regelmäßige Geschwindigkeitsmessungen in ihrem Dorf.

Alle vier Bewerber – Spanka als Parteiloser, Dr. Richard Fett (SPD), Jörg Bettelhäuser als Parteiloser für CDU, Grüne und FDP und Susann Kalden für Die Linke – sicherten den Oberndorfern ihre Unterstützung in puncto Verkehrsberuhigung zu.

von Carina Becker

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