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Die Heilige Familie in vielen Variationen

Krippen in Bürgeln Die Heilige Familie in vielen Variationen

Wer die Weihnachtstraditionen noch nicht so schnell abhaken möchte, wird alljährlich nach den Weihnachtsfeiertagen in der Alten Kirche Bürgeln fündig. Dort gibt es eine große Sammlung an Krippenaus aller Welt zu sehen.

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Oben: Monika Rabas aus Bürgeln bewundert eine Krippe in einer Kokosnuss-Schale aus Guatemala. Rechts oben: Die Krippe der Familie Ludolph, gefertigt in der ehemaligen DDR. Rechts unten: Gisela Heller an der von Heinrich Wink gestalteten Krippe für die Gru

Bürgeln. Gisela Heller, Vorstandsmitglied des Kulturvereins Alte Kirche Bürgeln, zeigt sich immer wieder begeistert von der Vielfalt der ausgestellten Krippen. „Ich finde es spannend, was Menschen sich einfallen lassen, um Krippen darzustellen und ihrer christlichen Tradition zu folgen, aus den verschiedensten Materialen. In der längst vergangenen Zeit der Inquisation, als Krippen-Darstellungen verboten waren, fertigten die Menschen Krippenfiguren sogar aus Brotteig, um sie bei Kontrollen schnell verspeisen zu können.“

Eine Olivenholz-Krippeaus Israel stand am Anfang

„Unsere Krippen-Sammlung begann mit einer wertvollen Olivenkrippe aus Israel, die auf dem Dachboden der Alten Kirche Bürgeln gefunden wurde“, erzählte Gisela Heller. „Dazu kamen dann Stücke von Bürgelnern Künstlern, so von Heinrich Wink, Heini Kornemann und Siggi Heuser.“

Auch Leihgaben seien dabei, von Kindern gefertigte Krippen und Figuren, Krippen aus der polnischen Partnerstadt Koscierzyna, aus dem Erzgebirge und auch aus entfernteren Teilen der Welt, wie aus Guatemala und Brasilien.

Viele Geschichten und Erinnerungen stecken hinter den Krippen. Man kann sich gut vorstellen, wie die Menschen in den verschiedensten Regionen gelebt und miteinander die Geburt Jesu gefeiert haben.

Mit jeder Krippe verbindet sich eine Geschichte

So sehen Besucher eine Leihgabe von Katharina Ludolph mit aus Holz geschnitzten wunderschönen Tieren und Figuren, die mit Stoffresten bekleidet sind. Frau Ludolph beschreibt auf einer Tafel, dass diese Krippe in den 50er Jahren von einer Künstlerin aus der ehemaligen DDR gefertigt wurde und Familie Ludolph diese mit „Westpaketen bezahlt“ hatte. Jedes Jahr baute die Familie zusammen mit den Kindern die Krippe auf und gestaltete sie mit Sand, Steinen und Moos zu einer weihnachtlichen Landschaft.

Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich also - am nächsten Drei-Königs-Sonntag, 6. Januar, ist die Alte Kirche von 13.30 bis 17 Uhr noch einmal geöffnet und der Kulturverein Alte Kirche Bürgeln heißt die Gäste zur Krippenausstellung mit warmen Getränken herzlich willkommen.

von Anja Lagerwerf

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