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Der böse Wolf schläft noch ganz fest

Dorfmuseum Der böse Wolf schläft noch ganz fest

Rotkäppchen trifft auf den bösen Wolf, Aschenputtel sortiert Linsen und Frau Holle wacht über die Goldmarie. Zum Saisonstart treffen die Besucher im Oberrospher Museum auf Figuren aus zehn Grimm‘schen Märchen.

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Rotkäppchen in Gefahr: Im Dorfmuseum „Alter Forsthof“ trifft sie an Ostern auf den bösen Wolf. Museumsleiterin Elfriede Hahn hat die Puppen für die Märchenszenen aufgebaut und ausgestattet – alle Figuren tragen hessische Trachten.

Quelle: Nadine Weigel

Oberrosphe. Märchenfiguren finden, erkennen und benennen: Diese Aufgabe stellt Museumsleiterin Elfriede Hahn den Besuchern des „Alten Forsthofs“ zur Saisoneröffnung am Osterwochenende. Die Figuren aus zehn Grimm‘schen Märchen hat Hahn im Museum arrangiert, jeweils erkennbar anhand einer typischen Handlung, die Kinder und Erwachsene aus den Geschichten kennen.

Rotkäppchen, Aschenputtel und Co. - jede Figur hat irgendwo im Museum ihren Platz gefunden. Wo genau, das darf nicht verraten werden. Im Haupthaus, auf dem Museumsgelände und in der Scheune können die Besucher die Szenen aus zumeist bekannten Märchen entdecken. „Die Leute gehen dann aufmerksam durch die Ausstellung“, hofft Hahn. Und Aufmerksamkeit lohnt sich im Oberrospher Dorfmuseum. Ob in der guten Stube, wie sie um 1900 ausgesehen haben mag, ob im Wohnzimmer von anno dazumal oder im historischen Kaufmannsladen: Überall gibt es etwas zu entdecken.

Bei der Darstellung der Märchenfiguren hat Elfriede Hahn viel Kreativität bewiesen. Mit Schaufensterpuppen stellt sie eine Szene aus dem Märchen „Goldmarie und Pechmarie“ nach, mit entsprechenden Kleidern hat sie zwei Kinderpuppen in Rotkäppchen und Aschenputtel verwandelt. „Alle Puppen tragen Trachten“, erklärt die Museumsleiterin und macht dies am Beispiel von Rotkäppchen deutlich. Auf dem Kopf trägt es die rote Betzel der Schwälmer Tracht - „so, wie Otto Ubbelohde das Märchen malte“, erläutert Hahn, die die Puppenkleider selbst näht.

Zum Saisonstart gibt‘s die Märchen nicht nur als Rätsel, sondern auch als Lesung - und zwar im Dialekt. Dagmar Becker aus Goßfelden hat die Geschichten für ihr Buch „Es woar emol“ übersetzt und trägt daraus vor. Und wer am Osterwochenende gut rätselt und Märchenfiguren erkennt, der kann auch gewinnen. Der erste Preis ist eine Übernachtung im Heubett des „Alten Forsthofs“ - mit Frühstück. Der zweite Preis ist ein Exemplar des Dialekt-Märchenbuchs „Es woar emol“. Und als dritten Preis gibt‘s Rotkäppchens Korb. Die Preisverleihung findet am 1. Juli beim Museums-Hoffest statt. Der „Alte Forsthof“ ist am Samstag, 7. April, von 14 bis 18 Uhr geöffnet, am Sonntag, 8. April, von 15 bis 17 Uhr. Die Saison im Dorfmuseum läuft bis zum dritten Advent an. Geöffnet samstags und sonntags, 14 bis 18 Uhr.

Weitere Infos über den „Alten Forsthof“ gibt‘s im Internet unter www.dorfmuseum-oberrosphe.de

von Carina Becker

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