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Der Samen ist aufgegangen

Schulfest Goßfelden Der Samen ist aufgegangen

Aus einem kleinen Samenkorn entstand die fest verwurzelte Unterstützung: Der Schulverein der Otto-Ubbelohde-Schule Goßfelden ist nach zehn Jahren aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken.

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Trotz des regnerischen Wetters hatten die Beteiligten beim Schulfest in Goßfelden viel Spaß. Für den Schulverein verkauft hier Patricia Agricola beim Pflanzenmarkt „frisches Grün“ für Garten und Balkon.Foto: Simone Schwalm

Goßfelden. Ein Jubiläum muss gebührend gefeiert werden. Die Mitglieder des Schulvereins der Otto-Ubbelohde-Schule veranstalteten ihre Jubiläumsfeier daher während des jährlichen Schulfests und überlegten sich dafür ein symbolträchtiges Motto.

Da sich die Idee, die Schule zu unterstützen, wie ein kleines Samenkorn zu einem fest verwurzelten Bestandteil entwickelt hat, pflanzten die Mitglieder während der Feierlichkeiten als bleibendes Zeichen eine junge Blutbuche auf dem Schulgelände und veranstalteten einen Pflanzenmarkt. Als Dekoration bastelten Schüler große Vogelscheuchen, die die zahlreichen Gäste auf dem Schulgelände begrüßten.

Von den Apfelbäumen auf der Schulwiese sammelten sie im vergangenen Jahr die reifen Äpfel, deren Saft in Flaschen ebenso zum Verkauf angeboten wurde, wie zahlreiche Blumen, Kakteen und Gemüsepflanzen, etwa Schnittlauch und Petersilie.

„Die Pflanzen haben Eltern zum Verkauf gespendet. Die Einnahmen kommen wieder der Schule zugute“, sagte Patricia Agricola, Mitglied im Schulverein. Die Vorsitzende Carmen Siebecker-Portjanow hob das Engagement der Eltern ebenfalls würdigend hervor: „Die viele Unterstützung kommt grundsätzlich den Schülern zugute. Das ist eine schöne Zusammenarbeit.“

Schulleiterin Sybille Hees hatte sich zuvor in der Eröffnungsrede für die Unterstützung des Vereins bedankt, „der aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken ist“. Die Grundschüler boten beim Schulfest zudem selbstgefertigte Kunstwerke nach berühmten Vorbildern wie van Gogh oder Gustav Klimt zum Verkauf, die Klasse 2 zeigte ein Theaterstück.

Doch nicht nur Eltern, auch Großeltern und Paten gehören zu den 80 Mitgliedern des Vereins, die Förder- und Forderstunden sowie die Schulbetreuung unterstützen, Autorenlesungen in den Klassen organisieren, einen Grill bauten, Musikinstrumente sowie Bücher anschafften und zu dem Klanggarten der Schule ihren Teil beisteuerten. Zudem finanzieren sie alle zwei Jahre das Theaterprojekt „Mein Körper gehört mir“, bei dem die Kinder lernen sollen, sich vor sexuellen Übergriffen zu schützen und „Nein“ zu sagen.

Da die Kinder die Grundschule jedoch auch wieder verlassen, scheiden in diesem Jahr einige Vorstandsmitglieder aus ihren Ämtern aus. „Wir suchen nach einem Nachfolger für den ersten Vorsitz und benötigen noch ein Vereinsmitglied, das als Beisitzer fungiert“, hofft Siebecker-Portjanow auf eine reibungslose Nachfolgeregelung.

von Simone Schwalm

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