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Nordkreis Der „Cölber Lückenschluss“
Landkreis Nordkreis Der „Cölber Lückenschluss“
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18:29 19.08.2013
Viele heimische Politiker, darunter auch einige „Wahlkämpfer, wollten bei der Eröffnung des Radwegs nach Reddehausen dabei sein.Foto: Heinz-Dieter Henkel
Bernsdorf

Zur Einweihung des Radwegs zwischen den beiden Cölber Ortsteilen Bernsdorf und Reddehausen waren zahlreiche Kommunalpolitiker erschienen - in Zeiten von Landtags-, Bundestags- und Landratswahl gesellen sich gerne ein paar Promikandidaten dazu.

Auf einer Länge von rund 1,9 Kilometern verbindet das neue Radwegeteilstück den „Grünen Weg“ in der Gemarkung Bernsdorf mit der südlichsten Ortslage von Reddehausen. Er hat rund 170 000 Euro gekostet.

Eigentlich sollte der neue Radweg entlang des „Reddehäuser Bachs“ im Talgrund mit wenig Höhenunterschied gebaut werden. Doch die untere Naturschutzbehörde verweigerte dieser Trasse ihre Genehmigung. So wurde nach anderen Lösungen gesucht. Nach mehreren Abstimmungsgesprächen wurde die neue Planung ausgearbeitet und vom Fachdienst „Wasser und Naturschutz“ beim Landkreis im November 2011 positiv beschieden.

Es begannen Grundstücksverhandlungen und Tauschgeschäfte, um die Voraussetzungen für den Radwegebau zu schaffen. Im Herbst vergangenen Jahres waren alle Planungen abgeschlossen, die Mittel bereitgestellt und die Bauaufträge nach beschränkter Ausschreibung erteilt.

Ein „Tor zum Burgwald“

„Innerhalb von nur 14 Tagen waren alle Erdarbeiten abgeschlossen und die Schotterdecke aufgebracht“, lobte Reddehausens Ortsvorsteherin Hildegard Otto die ausführende Firma. Doch dann kam der Winter und die Vollendung des Radwegs musste bis ins Frühjahr warten. „Das Tor zum Burgwald“, wie die Ortsvorsteherin das neue Radwegestück bezeichnete, ist seit einigen Wochen fertig. „Dort beginnt er“, deutet sie auf das nur rund 200 Meter entfernt angrenzende Waldstück.

Für Bürgermeister Carle geht mit der Fertigstellung ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung. „Wer kleine Kinder hat, weiß dass man mit dem Fahrrad auf der Kreisstraße 5 nicht gefahrlos nach Reddehausen gelangen kann“, erläuterte der Radhauschef bei der Einweihung. Als „unseren Cölber Lückenschluss“ bezeichnete er das Teilstück, wodurch jetzt alle Ortsteile untereinander mit dem Rad gefahrlos zu erreichen sind.

Carle betonte, dass es sich um einen Wirtschafts- und Radweg handelt, wodurch man sich finanzielle Unterstützung durch die Jagdgenossen gesichert habe. Er sehe bei entsprechender Rücksichtnahme keinerlei Gefahr für eine Konkurrenzsituation. Die notwendigen Ausgleichsmaßnahmen am Reddehäuser Bach sollen im Herbst erfolgen und werden nochmals rund 20 000 Euro kosten.

Als letzten Radwegewunsch würde Carle in seiner Amtszeit gern eine Verbindung zwischen Schönstadt und Bracht schaffen. Doch das sei Zukunftsmusik.

von Heinz-Dieter Henkel

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