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„Der Abschied tut ein bisschen weh“

Lahntaler Feuerwehren „Der Abschied tut ein bisschen weh“

90 Personen waren am Freitagabend ins Bürgerhaus gekommen, um an der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Lahntal teilzunehmen.

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Kreisbrandmeister Tilo Funk (von links), Bürgermeister Manfred Apell und Gemeindebrandinspektor Thomas Rößer mit den Beförderten und Geehrten.

Quelle: Schubert

Caldern. Einer der Hauptpunkte war die Wahl des neuen Gemeindebrandinspektors (GBI) und seines Stellvertreters. Etwas überraschend waren zwei geheime Wahlgänge nötig, um darüber zu entscheiden. Der Sarnauer Christian Müller bewarb sich nicht nur um das Amt des Stellvertreters, was schon vorher bekannt war, sondern wurde auch als Gegenkandidat für Thomas Rößer vorgeschlagen. Von den 74 Stimmberechtigten votierten 48 für den 36-jährigen Angestellten der Gemeindeverwaltung, der bisher stellvertretender GBI war, 22 für Müller. Bei der Wahl zum stellvertretenden GBI entfielen 43 Stimmen auf Bernd Felgenhauer von der Feuerwehr Caldern, 28 auf Müller. Neuer Leiter der Jugendfeuerwehr wurde Kai Wätjen aus Sterzhausen.

„Jetzt merke ich doch, es tut ein bisschen weh, aber ich hab‘s ja so gewollt“, erklärte der bisherige Gemeindebrandinspektor Walter Becker, sichtlich bewegt neben seiner ebenfalls gerührten Frau Ursula stehend. Zum Abschluss der Versammlung, die mit zweieinhalb Stunden so lange wie noch nie dauerte, hatte ihm Kreisbrandmeister Tilo Funk das goldene Ehrenkreuz des Nassauischen Feuerwehrverbandes für hervorragende Verdienste um das Feuerwehrwesen überreicht. In seinem letzten Jahresbericht resümierte Becker, dass die Wehren 2009 zu 93 Einsätzen und zwei Fehlalarmen ausrückten. Darunter waren 54 Brandeinsätze, davon ein Groß- und 19 Mittelbrände. 39 Mal wurden technische Hilfeleistungen erbracht, vorwiegend bei Verkehrsunfällen, Ölspuren und Unwettereinsätzen.

Der bisherige Gemeinde-Jugendfeuerwehrwart Bernd Felgenhauer berichtete, dass die Zahl der Jugendlichen von 33 auf 38 gestiegen ist. Ein Höhepunkt im vorigen Jahr sei ein Zeltlager in Polen gewesen, 2011 solle es wieder angeboten werden. Bürgermeister Manfred Apell freute sich, dass man der anhaltenden Finanzkrise „einen Schritt voraus“ gewesen sei. In den nächsten Jahren könne Lahntal keine Feuerwehrautos kaufen. Für den ebenfalls noch rechtzeitig auf den Weg gebrachten, 2,6 Milionen Euro teuren Neubau des Feuerwehrhauses Goßfelden, Sarnau und Göttingen seien schon 870.000 Euro ausgegeben worden, die Übergabe sei für den 18./19. September geplant.

von Manfred Schubert

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