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Dem Landkreis droht der Verkehrsinfarkt

Marburg Dem Landkreis droht der Verkehrsinfarkt

Mit der Vorstellung des Investitionsrahmenplans für Verkehrsprojekte  durch  Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer starb am Donnerstag die Hoffnung auf den schnellen Bau wichtiger Straßen im Kreis.

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Momentan endet die A49 noch bei Neuental.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Skeptiker hatten schon lange gewarnt: Ohne schnelle Planungsfortschritte sind der Weiterbau der A 49 südlich von Schwalmstadt wie auch der Bau der Ortsumgehungen entlang der B 252 im Nordkreis gefährdet.

Am Donnerstag wurden die schlimmsten Befürchtungen bestätigt: Im  Entwurf für den Investitionsrahmenplan, den Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) am Donnerstag vorstellte, sind die beiden wichtigsten Verkehrsvorhaben des Kreises nicht oder unter ferner liefen gelistet.

Bei der A 49 taucht nur der nördliche Bauabschnitt zwischen Bischhausen und Schwalmstadt auf. Weder der Abschnitt bis Stadtallendorf noch der Abschnitt zwischen Stadtallendorf und der A5 sind gelistet. Für beide Bauabschnitte gibt es immer noch keinen Planfeststellungsbeschluss.

Das gilt auch für die B 252. Hessens Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) hatte das Baurecht an der B 252 immer wieder versprochen, zuletzt hatte der Liberale das Jahresende als letzten Zeitpunkt für den Planfeststellungsbeschluss genannt. Vor wenigen  Tagen musste Posch einräumen, dass dieser Termin nicht zu halten ist. Der Grund: europäisches Recht. Als neuer Termin ist nun das erste Quartal 2012 avisiert. Der Nabu hat aber bereits angekündigt, gegen den Planfeststellungsbeschluss zu klagen, so dass es noch dauern kann, bis hier Baurecht besteht.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt den Menschen im Kreis: Ramsauer erklärte, die Länder könnten die Ende Januar ihre Stellungnahme zum Entwurf abgeben, der danach endgültig abgestimmt wird.

von Till Conrad

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