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Das richtige Ambiente für Krippen aus aller Welt

Ausstellung Das richtige Ambiente für Krippen aus aller Welt

Seit 2009 veranstaltet der Kulturverein „Alte Kirche Bürgeln“ eine nachweihnachtliche Krippenausstellung. Dann ist die Gisela Heller voll im Einsatz.

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Die Besucher der Alten Kirche konnten äußerst unterschiedlich gestaltete Weihnachtskrippen betrachten. Eine Besonderheit ist die Klappkrippe aus Peru (links). Die Ausstellung ist am kommenden Sonntag nochmals geöffnet.

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Bürgeln. Wenn das alte Gemäuer der schon seit 1970 nicht mehr benötigten Bürgelner „Alten Kirche“ in den Mittelpunkt des dörflichen Lebens rückt, wird stets etwas geboten - Konzerte, Vorträge oder auch Ausstellungen. Bereits im fünften Jahr bot jetzt eine Krippenausstellung zahlreichen Interessierten Anlass, die historische Stätte im Ortskern Bürgelns wieder einmal aufzusuchen.

Es ist kalt und riecht etwas modrig. Noch immer gibt es eine Empore mit Orgel. Im alten Kirchenschiff hat Gisela Heller mehr als 50 Weihnachtskrippen aufgebaut. Der aufmerksame Beobachter bemerkt die Liebe zum Detail.

„Meist habe ich nur die Figuren“, sagt Heller, „und muss dann ein Ambiente entwerfen, wo die zumeist kleinen Krippenfiguren richtig zur Geltung kommen“. So ist sie das ganze Jahr auf der Suche nach geeigneten Gegenständen. Mal ist es eine zerbrochene Tonschale, häufiger Fundstücke, wie alte Wurzeln oder abgestorbene Pilze, die sie aus dem Wald mitbringt.

„Am liebsten ist mir, wenn die Eigentümer ihre Krippe selbst aufstellen“, erzählt die Bürgelnerin, doch häufig sind aus den einstmaligen Leihgaben inzwischen Dauerleihgaben geworden. Und so ist Heller rund 30 bis 40 Stunden beschäftigt, bis die Vorbereitungen auf die nur an zwei Tagen stattfindenden Ausstellung abgeschlossen sind.

Die zahllosen Weihnachtsfiguren der Ausstellung sind aus Holz, Ton, Papier und Maisstroh gefertigt. Ein Ensemble ist sogar aus Wolle gestrickt! Sie stammen aus der ehemaligen DDR, dem Erzgebirge, aus Polen, Brasilien, Israel, Nigeria. Besonders Raumsparend ist die originelle Klappkrippe aus Peru. „Als wir mit der Ausstellung begonnen hatten, haben wir erst festgestellt, dass wir in Bürgeln selbst vier Krippenbauer haben“, berichtete die ehemalige Erzieherin, die sich vielfältig ehrenamtlich engagiert. Einer der Hobbykünstler, Heinrich Wink, ist gekommen und hat noch eine Minikrippe dabei, die schnell noch einen Ehrenplatz bekommt.

Einige Besucher kennt Heller und spricht sie namentlich an. Bei einigen weckt die Kirche alte Erinnerungen: „Da sind wir getraut worden…“. Andere lassen die Krippe lange auf sich einwirken, bevor sie zur nächsten gehen.

Befragt, warum denn die Krippenausstellung erst nach Weihnachten stattfände, antwortet Heller, dass sie in der vorweihnachtlichen Zeit keine Ruhe finden würde, sich auch noch mit der Krippenausstellung zu beschäftigen. Die Resonanz sei trotz des späten Zeitpunktes bisher immer positiv gewesen.

nWer die Krippenausstellung noch einmal sehen möchte hat dazu am Sonntag, 5. Januar, Gelegenheit. Dann ist die Alte Kirche mit Krippenausstellung von 13.30 bis 17.30 Uhr geöffnet.

von Heinz-Dieter Henkel

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