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Das Unkraut muss weichen

Arbeitseinsatz Das Unkraut muss weichen

Es regnete. Und trotzdem waren die Freiwilligen um den Förderkreis Christenberg am Freitag mit Rasenmäher und Co. im Einsatz während ihrer jährlichen Pflegeaktion auf dem Hochplateau des Christenbergs.

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Jetzt können die Besucher die Flächen auf dem Hochplateau des Christenbergs wieder genießen. Reinhard Brandl legte die Mauern am Südtor mit der Motorsense frei.

Quelle: Martina Koelschtzky

Münchhausen. Wo es allzu viel Grün gab auf dem Christenberg, da musste es weichen. Die Helfer befreiten die historischen Stätten und die Aussichtspunkte von hochgewachsenem Gras und Unkraut.

Dem Aufruf der Vereinsvorsitzenden Antje Coburger zur Mithilfe bei der Pflege des beliebten Ausflugszieles folgten nicht nur Vereinsmitglieder. Auch Münchhäuser, denen die historische Ausgrabungsstätte keltischer und fränkischer Siedlungsreste ebenso am Herzen liegt wie die sich dort kreuzenden Fern- und Rundwanderwege, kamen zu der ehrenamtlichen Aktion. Manche auch einfach nur, weil der Christenberg ihr Hausberg ist.

„Ich bin nicht im Verein, aber ich helfe hier jedes Jahr mit“, sagte Reinhard Brandl unter Helm- und Gehörschutz. Mit der Motorsense legte er die Mauern des alten Südtors der fränkischen Festung frei, während Vorstandsmitglied Armin Feulner den Rasen mähte.

Heinz Funk brachte Enkel Maximilian Heck mit, gemeinsam kümmerten sich die zwei um Blumenkästen und Rasen rund um das Museum im ehemaligen Küsterhaus und den Info-Punkt im alten Backhaus, die der Verein auf dem Berg eingerichtet hat und betreut.

Der erste Beigeordnete von Münchhausen und ehemalige Förster Willi Parr kam ebenfalls professionell ausgerüstet und machte sich an das Freischneiden des Weges zur Quelle, während der Münchhäuser Schulleiter Wolfgang Vajen mit der Astschere die Sitzgruppen und Freiflächen wieder benutzbar machte.

Mit der elektrischen Heckenschere eröffnete Hans-Georg Schott den Besuchern wieder die berühmte Fernsicht bis ins Wittgensteiner Land, die ebenfalls viele Gäste auf den Berg lockt. Zusammen mit Vajen probierte er aus, wie kurz die Hecke werden muss, damit auch müde Wanderer auf der Bank sitzend übers Land schauen können.

Und weil so viele Ehrenamtliche mit viel Erfahrung und professionellem Gerät angerückt waren, wurden auch gleich die Hecken des Friedhofs mit getrimmt. „Das können die Gemeindemitarbeiter gar nicht alles schaffen“, erklärte Coburger die Ausweitung der Aktion auf Flächen, die der Förderverein nicht betreut. „Wir machen hier oben immer so viel, wie wir schaffen können.“

Coburger schrubbte mit Wasser und Wurzelbürste die Flechten von den Info-Stelen aus Sandstein und polierte die Schrifttafeln, die den Besuchern die Sehenswürdigkeiten auf dem Berg erklären. Dann reinigte sie noch die zweite Quelle, in der Gäste immer wieder Unrat hinterlassen.

Mit einer gemeinsamen Brotzeit endete der Arbeitseinsatz.Nun ist der Berg wieder im Bestzustand für die nächste Veranstaltung des Fördervereins.

von Martina Koelschtzky

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