Volltextsuche über das Angebot:

29 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Dachstuhl vor dem Einsturz gerettet

Todenhausen Dachstuhl vor dem Einsturz gerettet

165.000 Euro kostet die Sanierung des Dachstuhls in der Todenhäuser Kirche.

Voriger Artikel
Vor Todenhausen gilt bald Tempo 70
Nächster Artikel
Ortsumgehungen: Noch ein Schritt bis zum Baurecht

Weil er feucht und altersschwach war, wird der Dachstuhl der Todenhäuser Kirche ersetzt. Der schlichte Hallenbau ist derzeit voll eingerüstet.

Quelle: Thorsten Richter

Todenhausen. Die unangenehme Entdeckung kam eher überraschend. Als der Kirchenvorstand von Todenhausen im Herbst 2009 beschloss, den alten Sisalteppich auszutauschen, kam unter ihm ein schöner Sandsteinboden zum Vorschein. Allerdings sah er aufgrund von Feuchtigkeit renovierungsbedürftig aus. Da lag der Verdacht nah, dass der Dachstuhl der Kirche auch von einem solchen Problem befallen sein könnte.

Nach einer Untersuchung stellte sich heraus, dass das Dachgebälk über die Jahre tatsächlich faul und morsch geworden ist. Deshalb wird nun der gesamte Dachstuhl erneuert. Seit Mitte Juni ist die geschichtsträchtige Kirche bereits geschlossen, weshalb die Gottesdienste im Bürgerhaus gefeiert werden. 1720 kamen evangelische Flüchtlinge aus Frankreich und fanden in Todenhausen ihre neue Heimat. Lange Zeit spaltete jedoch die Sprachbarriere das Dorf. Die Lutheraner gingen nach Wetter in die Kirche, die „Französischen“ hatten ihre eigene Kirche in Todenhausen. Erst nach und nach wuchs das Dorf zusammen. Seit 1950 wird die damals französische Kirche als gemeinsame Kirche genutzt.

Der schlichte Hallenbau ist in die Jahre gekommen. „Leider sind während der Sanierung noch weitere morsche Balken zu Tage getreten. Aber wir befinden uns trotzdem noch im Zeitplan“, berichtet Kirchenvorsteher Hans-Werner Müller.

Die Kosten für die Grundsanierung des Dachstuhls belaufen sich auf 165.000 Euro. Diese werden in unterschiedlichen Anteilen von der Landeskirche über den Kirchenkreis Marburg, die Baulastablösung und das Denkmalamt getragen. Im Zuge der Sanierung wird auch eine Orgel mit Subbass ihren Platz in der Kirche finden. Bis Weihnachten sollen die Sanierungsarbeiten vollendet sein.

von Nina Schaub

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr