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Nordkreis Carle: „Landkreis muss Fleckenbühlern helfen“
Landkreis Nordkreis Carle: „Landkreis muss Fleckenbühlern helfen“
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00:19 02.09.2018
Cölbes Bürgermeister Volker Carle kritisiert Marian Zachow. Quelle: Thorsten Richter
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Cölbe

Cölbes Bürgermeister fürchtet um die Zukunft Hof Fleckenbühls (wir berichteten). Der Hof sei ein Leuchtturm für den Landkreis Marburg-Biedenkopf und strahle über die Kreisgrenzen hinaus, sagt Volker Carle. Auch für die Gemeinde Cölbe seien die Fleckenbühler ein wichtiger Faktor, dort werde schließlich „regionale Wertschöpfung“ betrieben. Und: „Der Hof hat ganz erheblich auch unsere Kulturlandschaft geprägt.“

Dass der Kreis sich dem Berliner Gerichtsurteil anschließen will und die Zahlungen über das Kreisjobcenter einstellt, könne er aus der juristischen Perspektive zwar nachvollziehen. Allerdings äußerte sich Carle auch verärgert, denn seiner Meinung nach habe das Landratsamt in der Sache nicht genügend unternommen, um das Projekt zu unterstützen.

Vize-Landrat weist Vorwürfe zurück

Insbesondere fordert der Bürgermeister vom Ersten Beigeordneten Marian Zachow, dass dieser sich in seiner Rolle im Vorstand der CDU-Fraktion im Landeswohlfahrtsverband für eine Lösung einsetzt. „Vom Kreis hätte in der Sache einfach mehr kommen müssen“, sagt Carle. „Ich finde es sehr verwunderlich, dass es noch immer keine Lösung in der Sache gibt.“

Marian Zachow weist hingegen diese Vorwürfe zurück. Sowohl er selbst als Erster Kreisbeigeordneter als auch die Kreisverwaltung hätten auf verschiedenen Ebenen – unter anderem auch über die Landesregierung – mit dem Landeswohlfahrtsverband in Kontakt gestanden. Dabei habe der Kreis immer wieder eine vermittelnde Rolle gespielt und Gespräche geführt. „Von fehlendem Engagement in dieser Sache kann also keine Rede sein“, heißt es in einer Antwort des Kreisamtes.

von Dominic Heitz

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