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Cölber genervt von Baustellen

Cölbe Cölber genervt von Baustellen

Bewohner und Gewerbetreibende klagen über Bauarbeiten im gesamten Ort. Seit Monaten prägen Straßenbauarbeiten das Bild in Cölbe. Fußgänger und Autofahrer kommen nur auf Umwegen an ihr Ziel.

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Vor den Geschäften auf beiden Straßenseiten ist kaum etwas los. An der Kreuzung Alte Dorfstraße/Heidestraße geht es nicht weiter.

Quelle: Heike Horst

Cölbe. Besonders betroffen von den Bauarbeiten ist die Alte Dorfstraße, die zum einen Durchfahrtsstraße ist, in der aber auch Geschäftsleute ansässig sind. Und die trifft die seit langem andauernden Arbeiten besonders hart, weil sie wegen Straßensperrungen nur von einer Seite erreichbar sind.

„Es kommen deutlich weniger Kunden“, erzählt Marcus Waldmann von Scale Car. Bemerkbar mache sich dies vor allem im Tagesgeschäft, beim Verkauf von Zeitungen und beim Lotto-Spielen.

Im Lebensmittelmarkt Milchbecker auf der gegenüberliegenden Straßenseite sieht es nicht besser aus. „Wir haben Einbußen von 30 bis 50 Prozent“, erzählt die Senior-Chefin Erika Becker. Vor allem ältere Menschen trauten sich nicht auf die zum Teil aufgerissenen Wegen, aus Angst sie könnten stürzen. „Wir bieten ihnen zwar an, die Lebensmittel nach Hause zu bringen, aber die Menschen wollen sich auch unterhalten und nicht nur einfach etwas gebracht bekommen“, sagt Erika Becker.

Von außerhalb komme kaum noch einer nach Cölbe, weil keiner weiß wie er was umfahren müsse, um ans Ziel zu gelangen. Überall seien Baustellen. Die wenigen Parkplätze vor Scale Car und Milchbecker seien oft von Menschen belegt, die sich zu Fuß zur Sparkasse durschlagen, weil sie nicht wissen, wie sie fahren sollen, so die Beobachtungen von Erika Becker.

Die Bäckereifiliale Müller schließt nachmittags komplett, „weil wegen der Baustelle nichts mehr los ist“, heißt es von der Zentrale. Auch Anwohner sind von der Baustelle genervt und sehnen ein Ende dabei.
Dies wird für Ende Oktober erwartet, sagt Bürgermeister Volker Carle auf Anfrage dieser Zeitung.

Für den Unmut der Geschäftsleute hat Carle vollstes Verständnis. Er könne nur Umleitungsschilder aufstellen lassen und an die Cölber appellieren, auch in der jetzigen Situation dort einzukaufen, um die Geschäftsleute zu unterstützen und ihren Erhalt zu sichern.

von Heike Horst

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