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Cölbe: Solarstrom aus der Kiesgrube

Cölbe Cölbe: Solarstrom aus der Kiesgrube

Unter Beteiligung der Gemeinde soll eine Gesellschaft bis Ende Juni bei Bernsdorf eine Solarstromanlage errichten, die bis zu zwölf Prozent des Bedarfs der Bürger in der Gemeinde decken könnte.

Cölbe. Den ersten Schritt, die Aufstellungsbeschlüsse der Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans für die ehemalige Kiesgrube, auf welcher der „Solaracker“ entstehen soll, empfahl der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeindevertretung einstimmig zur Annahme.

Es sei eine kurzfristige Idee, räumte Bürgermeister Volker Carle (parteilos) ein, „aber es ist eine Möglichkeit, der Energiewende Schwung zu geben“. Die verfüllte Kiesgrube sei für die Landwirtschaft nur bedingt geeignet, da biete es sich geradezu an, auf der 7,6 Hektar großen Fläche die Sonnenenergie zu nutzen.

Zur Information übergab Carle den Ausschussmitgliedern einen beantworteten Fragenkatalog. Zusammen mit der „Solardach Invest GmbH“ werde die Gemeinde eine Gesellschaft gründen und Cölbe werde zur Hälfte das Stimmrecht haben, heißt es da. Finanziell werde sich die Gemeinde nicht beteiligen, so Carle.

Um die Sache schnell genug auf den Weg zu bringen, würden intensive Planungen betrieben und auch mit dem Gießener Regierungspräsidenten Dr. Lars Witteck stünde man in Verbindung. „Eine tolle Sache für eine kleine Gemeinde“, befand der Verwaltungschef.

Auf Nachfrage von Heinz Wilhelm Wasmuth (Bürgerliste), der Bedenken geäußert hatte, ob der Grundbesitzer der Gesellschaft sicher einen angemessenen Pachtpreis garantieren werde, betonte Carle, dass bis zur Gemeindevertretersitzung am Montag eine Option vorliegen müsse, andernfalls werde er den Antrag zurückziehen. Allerdings sei er in dieser Hinsicht guter Dinge.

von Heiko Krause

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