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Caldern-Burger - nicht nur für Neubürger

Kartoffelfest Caldern-Burger - nicht nur für Neubürger

Wer sein Dorffest einzigartig gestalten will, muss sich heute schon etwas Besonderes einfallen lassen. In Caldern ist dasder selbst kreierte Burger aus Brötchen, Kraut und Kartoffelwurst.

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Links: Silvia Rusch und Hans-Werner Nies bereiteten die beliebten „Caldern-Burger“ aus Kartoffelbratwurst mit Kraut im Brötchen zu. Oben: Großer Andrang herrschte bei der Anmeldung zum Luftballonwettbewerb.Fotos: Manfred Schubert

Quelle: Manfred Schubert

Caldern. Mehr als hundert bunte Ballons stiegen am Sonntag nach und nach in den strahlend blauen Himmel auf. Der Heimat- und Geschichtsverein Lahntal hatte zum Kartoffelfest am Museum eingeladen und veranstaltete dabei erstmals einen mit sehr attraktiven Preisen versehenen Luftballonwettbewerb.

Der erste Preis besteht aus einem Mountainbike, der zweite und dritte aus Gutscheinen im Wert von 100 und 50 Euro. Das veranlasste nicht nur viele Kinder, eine Teilnahmekarte auszufüllen, auch einige Erwachsene ließen einen Ballon fliegen.

Natürlich war es aber auch das reichhaltige kulinarische Angebot, das etwa 400 Besucher dazu brachte, bei herrlichem Spätsommerwetter zum Kartoffelfest zu kommen. „Besonders Neubürger sollen mit dem Caldern-Burger angelockt werden“, verriet Hans-Werner Nies. Die Hauptzutat, original Thüringer Kartoffelwurst, hatte er wieder persönlich in Heichelheim besorgt. Seine Frau Erika hatte Kartoffelbrot nach altem Siegerländer Rezept gebacken, außerdem gab es hessischen Kartoffelsalat, Kartoffelpuffer, Bratwurst und zur Verdauung Kartoffelschnaps.

Wer es lieber oder zusätzlich süß mochte, kam ebenfalls auf seine Kosten. Zahlreiche leckere selbst gebackene Kuchen unterschiedlichster Art standen im Museumsinneren bereit.

Das mit dem Anlocken klappte. Gertrud Gärtner führte mehr als ein Dutzend Gruppen, darunter etliche Neubürger und viele Besucher von außerhalb, durch das Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert, in dem sich die Gründerstube mit alten Fotos, die Klosterstube, die Küche mit etwa 100 Jahre alten Haushaltsgeräten, Bauernstube und Keller mit Schuhmacherstube und Landwirtschaftsgeräten befinden.

„Die Besucher waren sehr interessiert und fanden das Museum ganz toll. Unverständnis zeigten sie dafür, dass das Haus so verfällt“, sagte Gertrud Gärtner. Der Vorsitzende Dr. Herbert Kulz unterstrich, dass mit dem Fest auch um Unterstützung für den zurzeit aus 77 Mitgliedern bestehenden Heimat- und Geschichtsvereins geworben wird, der sich für den Erhalt des Heimatmuseums einsetzt. Dieses steht in der Trägerschaft der Gemeinde Lahntal.

von Manfred Schubert

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