Volltextsuche über das Angebot:

29 ° / 16 ° Gewitter

Navigation:
Burgwald lässt an sechs Stellen blitzen

B 252 Burgwald lässt an sechs Stellen blitzen

Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch sagt Rasern den Kampf an: In den B-252-Ortsdurchfahrten von Bottendorf und Ernsthausen sollen insgesamt sechs stationäre Radarfallen installiert werden.

Burgwald. Kaum ein Thema beschäftigt die Menschen in Bottendorf und in Ernsthausen so
sehr wie der Verkehr auf der Bundesstraße 252. Vor allem die Anlieger der Ortsdurchfahrten leiden seit Jahrzehnten unter dem Verkehrsaufkommen auf der wichtigen Nordsüdverbindung durch den Landkreis. Endgültig gelöst wird das Problem mit dem von den Tausenden Autos und Hunderten Lastwagen täglich verursachten Lärm und Gestank erst durch den Bau der Umgehung. Doch die Fertigstellung wird noch Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte dauern.

Grundsätzlich gilt auf der Bundesstraße 252 ein nächtliches Durchfahrtverbot für Schwerlastverkehr. Spediteure aus der Region können jedoch eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Die Lärm-Grenzwerte werden in vielen Ortschaften dennoch überschritten. Um den Lärm zu reduzieren, plant das Verkehrsministerium ab dem nächsten Jahr eine nächtliche Tempo-30-Regelung für Lastwa­gen und gegebenenfalls auch für Autos.

In Aussicht gestellt hat Staatssekretär Steffen Saebisch (FDP) das Tempolimit von 22 bis 6 Uhr allerdings nur für die Orte Berndorf und Herzhausen in Wal­deck-Frankenberg sowie Münchhausen, Simtshausen, Todenhausen, Wetter, Niederwetter und Göttingen in Marburg-Biedenkopf. Nach Auskunft von Burgwalds Bürgermeister liegen die Lärmwerte in Ernsthausen und Bottendorf minimal unter der definierten Höchstgrenze. Zumindest der Raserei innerhalb der Ortschaften will Lothar Koch dennoch einen Riegel vorschieben.

Spätestens im nächsten Jahr sollen innerhalb der Gemeinde Burgwald sechs stationäre Radargeräte installiert werden, die Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern registrieren und die Fahrer fotografieren. 
Nach Absprache mit der Polizei sollen vier Radarfallen in Bottendorf und zwei in Ernsthausen errichtet werden. Folgende Standorte hat die Hessische Polizei festgelegt:

  • die Bottendorfer Grundschule in Fahrtrichtung Frankenberg
  • die Bottendorfer Grundschule in Fahrtrichtung Marburg
  • das Autohaus Röse in Fahrtrichtung Frankenberg
  • die ehemalige Tankstelle in der Wolkersdorfer Straße in Fahrtrichtung Marburg
  • die Ernsthäuser Bushaltestelle im Einmündungsbereich der Raiffeisenstraße in Fahrtrichtung Marburg
  • die Tankstelle Burgwald in Fahrtrichtung Frankenberg.

Die Radarfallen werden allerdings nicht in Eigenregie errichtet, sondern von einer Firma zur Verfügung gestellt. Hintergrund ist die Kassenlage der Gemeinde. Ein „Starenkasten“ kostet mindestens 60.000 Euro, bei sechs Geräten in den zwei Orten müsste die Gemeinde Burgwald somit fast 400.000 Euro investieren.

von Rouven Raatz

Meh lesen Sie am Dienstag in der gedruckten OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis