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Nordkreis „Burgwald darf nicht trocken werden“
Landkreis Nordkreis „Burgwald darf nicht trocken werden“
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16:51 28.06.2013
Naturparadies Burgwald, hier das Naturschutzgebiet Franzosenwiesen. Die Münchhäuser Gemeindevertretung fordert für die Wasserentnahme zumindest ein Ökomonitoring.Foto: Martina Koelschtzky
Münchhausen

Das Thema hatte die Unabhängige Grüne Liste als Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung gesetzt. Rainer Ulbrich (UGL) begründete den Antrag mit den Erfahrungen aus dem Vogelsberg, wo in den 1960er und 1970er Jahren durch die Wasserentnahme für den Frankfurter Raum Flüsse ausgetrocknet und Gebäude beschädigt worden seien.

Durch die dramatische Absenkung des Grundwasserspiegels habe auch die Landwirtschaft erhebliche Schwierigkeiten bekommen. Erst in den 1980er Jahren haben die aus Bürgerinitiativen entstandene „Aktionsgemeinschaft Vogelsberg“ durchgesetzt, dass die Wasserentnahme über ein Öko-Monitoring überwacht und geregelt werde.

Ein solches Öko-Monitoring, das bei drohenden Schäden die Wasserentnahme stoppt, fordert das Münchhäuser Parlament auch für die geplante Wasserentnahme durch den Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke (ZMW), die ebenfalls kommunale OVAG und die Hessenwasser GmbH, die über Tochterunternehmen in der Hand der Städte Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden ist. Das Wasser soll in den Frankfurter Raum geliefert werden.

Besonders kritisierte Rainer Ulbrich, dass diese ausschließlich kommunalen Unternehmen bei ihren Plänen die Interessen der Burgwald-Anliegerkommunen nicht berücksichtigen wollen und keinerlei Überwachung der Folgen vorgesehen hätten. In dem Antrag der UGL wird der Gemeindevorstand beauftragt, bei den Genehmigungsbehörden für die Wasserentnahme im Wohratal auf die Auflage des Öko-Monitorings hinzuwirken. Einer Wasserentnahme ohne Auflagen soll nicht zugestimmt werden, heißt es in dem Beschluss, der einstimmig von allen Fraktionen befürwortet wurde.

Energie GmbH gründet sich

Ebenfalls einstimmig stimmten die Gemeindevertreter der Gründung einer Energie Münchhausen GmbH zu, an der die Energiegenossenschaft der Gemeinde zu 50 Prozent beteiligt sein soll. Dafür soll der Gemeindevorstand einen Gesellschaftsvertrag entwerfen, den Kauf eines Teils der Freiflächen-Fotovoltaikanlage in Oberasphe kalkulieren und einen Finanzierungsplan erstellen.

von Martina Koelschtzky

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