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Nordkreis Amönauer zeigen Gefahrenstellen auf
Landkreis Nordkreis Amönauer zeigen Gefahrenstellen auf
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18:44 28.05.2017
Freiluft-Versammlung in Amönau: 22 Bürger sprachen mit städtischen Vertretern über Verbesserungen in ihrem Stadtteil. Quelle: Elvira Rübeling
Amönau

Das Wetter meinte es vergangene Woche gut mit den Besuchern der Bürgerversammlung in Amönau. Sie gelangten nach einer eineinhalbstündigen Ortsbegehung trockenen Fußes wieder zurück zum Bürgerhaus und hielten die anschließende Versammlung spontan im Freien ab. Das war möglicherweise ein Grund für die harmonische Stimmung, die trotz Kritik herrschte.

Allen voran hatte Ortsvorsteherin Sigrid Diehl zuvor durch den Ort geführt und sprach über ein öffentliches Ärgernis. Gleich hinter dem Bürgerhaus, neben dem Verbindungsweg zur „Koppe“, wird derzeit Grünschnitt abgelagert. Ebenso gibt das gemeindeeigene und ungepflegte Grundstück oberhalb der Straße „An der Koppe“ Anlass zum Ärger. Der Fußweg, der von dort aus zu einigen Gärten und weiter zur Hauptstraße führt, ist nur noch dank der freiwilligen Mäharbeiten einiger Bürger begehbar. Die meisten an den Weg grenzenden, ehemalig verpachteten Grundstücke in einem verwahrlosten Zustand wuchern allmählich zu.

In allen Fällen soll laut Versammlungsleiter Nils Jansen (SPD) zunächst die Zuständigkeit geprüft und gegebenenfalls der Bauhof der Stadt Wetter beauftragt werden, Fußweg und  Flächen wieder freizuschneiden.

An der Hauptstraße in der Ortsdurchfahrt sorgen die angebrachten Spiegel gegenüber der Eckerts- und Fugergasse für Unmut bei Autofahrern, weil die linke Fahrbahnseite nicht ausreichend einsehbar sei. Nur durch Vortasten sei ein gefahrloses Einbiegen in die Hauptstraße möglich. In diesem Zusammenhang machte ein Anlieger auch auf die beschädigten Bürgersteige in der Ortsdurchfahrt, in diesem Falle nahe der Einmündung der Straße „An der Koppe“, aufmerksam.
An der Bach in Amönau darf laut Unterer Naturschutzbehörde nur einmal zum Herbst hin das Gras neben dem Bachlauf gemäht werden. Naturschutz gehe dort vor das Schönheitsempfinden der anliegenden Bürger. Ebenso sorgen sich einige von ihnen um die Brücke gegenüber der Kirche. Diese ist laut Bürger Henry Höbener bereits beschädigt und werde in Verbindung mit dem Neubau der Pionierbrücke möglicherweise zusätzlich überlastet.

Die alte Schleuse, die heutzutage für den idyllischen Anblick der Treisbach in der Ortsmitte sorgt, sei der Hauptgrund für das immer wieder auftretende Hochwasser, das sich bei großen Niederschlägen neben der Schleuse auf dem benachbarten Weg bildet. Durch einen Pfeiler, der in der Fließrichtung des Baches steht, werde das Wasser auf den Weg geleitet, der damit unpassierbar sei. Für einen Eingriff in das bestehende Schleusensystem bedürfe es, so führte Dr. Richard Fett aus, sehr vieler Genehmigungen.

Weiter am Bachlauf entlang, über Hauptstraße und Festwiese, wurden in der Straße am Spielplatz weitere Beanstandungen laut. Dort verhindern ungepflegte, hohe bis über den Bordstein wachsende Hecken die Einsicht in die Straße. Zudem weisen die Bürgersteige auch dort große Schäden auf. Am Spielplatz warten Eltern und Kinder nach wie vor auf die Montage von bereits genehmigten und eingelagerten Sonnensegeln, die als Dach über dem Sandkasten dienen sollen. Für das Aufstellen von Sitzgelegenheiten hat der Heimatverein Amönau dort bereits gesorgt. Dieser bewirtschaftet unter anderem rund zwei Hektar Fläche im Ort. Der Vorsitzende des Heimatvereines, Kurt Muth, machte auf die Verkehrssituation im Harkauer Weg aufmerksam. Nach wie vor werde dort die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer nicht eingehalten – Blumenkübel könnten möglicherweise Abhilfe schaffen, regte er an.

Die Bürger diskutierten über die auf LED umgestellte Straßenbeleuchtung. Karl Muth wünschte sich längere Beleuchtungszeiten. Der nicht zur Zufriedenheit einiger Bürger geregelte Kindergartentransfer von Amönau nach Treisbach, das Bauprojekt Busbahnhof am Ortseingang, der Radwegebau und die Vereinsförderungen der Stadt Wetter waren ebenfalls Themen.

von Elvira Rübeling

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