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Spanka: Ich bin mit mir im Reinen

Bürgermeisterwahl in Wetter Spanka: Ich bin mit mir im Reinen

Am Sonntag in sechs Wochen findet in Wetter eine Bürgermeister-Direktwahl statt. Einziger Bewerber ist der parteilose Amtsinhaber Kai-Uwe Spanka.

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Kai-Uwe Spanka an seinem Schreibtisch im Büro im historischen Rathaus Wetter.

Quelle: Götz Schaub

Wetter. Zum Auftakt der Berichterstattung zur Bürgermeisterwahl in Wetter beantwortet Alleinkandidat Kai-Uwe Spanka vier Fragen zu dem Fakt, dass er erstmals Alleinkandidat ist.

Oberhessische Presse: Sie stellen sich, nehmen wir Ihre Kandidatur zur Landratswahl mit dazu, zum vierten Mal einer Direktwahl. Bei den vorangegangenen Wahlen haben Sie sicher ausreichend Erfahrungen machen können, wie es ist, sich mit weiteren Kandidaten um das Amt zu bewerben. Hätten Sie im Vorfeld der Ausschreibung vermutet, dass sich tatsächlich kein weiterer Kandidat meldet?

Kai-Uwe Spanka: Ganz ausgeschlossen habe ich es eigentlich nicht. Man entwickelt natürlich aus den Gesprächen mit den Menschen, die sich politisch aber auch nicht politisch engagieren, ein Gefühl für die Lage. Dieses Gefühl war nicht wirklich negativ und dazu kamen aus den Reihen der Parteien keine wahrnehmbaren Aktivitäten für die Aufstellung eines eigenen Kandidaten.

OP: Hand aufs Herz, hätten Sie sich lieber einen oder gar mehrere Kandidaten gewünscht?

Spanka: Das ist sehr schwer zu sagen. Ich habe mich auch in den vergangenen Wahlkämpfen weniger auf die Gegenkandidaten als auf das eigene Programm konzentriert. Trotzdem, eine wirkliche Wahl haben die Menschen nur, wenn es mehrere Kandidaten gibt. Wahl bedeutet doch immer eine Vielzahl von verschiedenen Gesichtern und Menschen mit Visionen und Ideen. Das ist in Wetter nun das erste Mal nicht der Fall.

OP: Alleinkandidat zu sein, birgt immer die Gefahr, dass die Bürger die Wahl nicht mehr ernst nehmen, weil sie davon ausgehen, dass der Alleinkandidat sowieso gewählt wird. Wie möchten Sie die Wähler motivieren, am 18. Februar möglichst zahlreich in die Wahllokale zu gehen, um dort ihre Stimme abzugeben?

Spanka: Ich möchte aufzeigen, welche Themen mir weiterhin sehr wichtig sind, was umgesetzt wurde aber auch was vielleicht gar nicht funktioniert hat aber vor allem erfahren, was den Menschen auf der Seele brennt. Um die Themen zu transportieren, werde ich wie gewohnt in den Stadtteilen und der Kernstadt unterwegs sein und das Gespräch mit den Menschen suchen. Dabei möchte ich die Wählerinnen und Wähler davon überzeugen, dass es für meine zukünftige Arbeit überaus wichtig ist, einen breiten Rückhalt zu haben. Gerade die parteiunabhängigen Amtsinhaber haben eben keine Partei hinter sich und sind im Zweifelsfall auf sich alleine gestellt und haben alle etablierten Parteien gegen sich. Das kann man ja überall – nicht nur in Wetter – beobachten. Deshalb ist ein breites Wählervotum mit einer überdurchschnittlichen Wahlbeteiligung für mich sehr wichtig.

OP: Sehen Sie in der Tatsache, nun Alleinkandidat zu sein, ­eine politische Vorabbestätigung ­Ihrer Arbeit?

Spanka: Ich persönlich bin mit mir im Reinen und der Auffassung, dass sich in Wetter mit seinen Stadtteilen in den vergangenen zwölf Jahren sehr viel getan hat. All dies ist aber nicht alleine die Leistung des Bürgermeisters. Er ist sicherlich Motor, aber wenn man zurückblickt, sind viele wegweisende Entscheidungen einstimmig oder mehrheitlich – ob im Magistrat oder der Stadtverordnetenversammlung – beschlossen worden. Für mich war aber auch immer wichtig, das offene Ohr für die Belange der Menschen, Vereine und Organisationen in unserer Stadt zu haben. Auch wenn man es nicht jedem recht machen kann und durchaus an der ein oder anderen Stelle unbefriedigende Ergebnisse stehen, bin ich persönlich mit den Ergebnissen zufrieden.

von Götz Schaub

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