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Bürgermeistern bleibt Stempeln erspart

Wette Bürgermeistern bleibt Stempeln erspart

Sogar drei Radfahrer mehr waren es, die mit den restlichen Hundert die Wette für den Wetteraner und den Frankenberger Bürgermeister gewannen. Dafür fördert die Kurhessenbahn die Einrichtung einer neuen Raststation.

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Bereit, die Wette anzutreten: 103 Radler starteten im Hof des Klosters St. Georgenberg in Frankenberg zu der Tour.

Quelle: Simone Schwalm, Mark Adel

Wetter. „Die Fahrt war sehr schön“, fasste Dietmar Löffler, einer der Mitradler, seinen Eindruck über die 24 Kilometer lange Strecke von Frankenberg nach Wetter zusammen. Gemeinsam mit 102 anderen Radbegeisterten hatte sich der Bürgelner am Sonntagmorgen um 9 Uhr am Landratsamt in Frankenberg eingefunden, um an einer besonderen Wette teilzunehmen.

Die Kurhessenbahn hatte die beiden Bürgermeister von Wetter und Frankenberg, Kai-Uwe Spanka und Rüdiger Heß, herausgefordert, mindestens 100 Radfahrer zu motivieren, 24 Kilometer auf dem Lahn-Eder-Radweg von Frankenberg nach Wetter zurückzulegen. Der Preis: die Einrichtung einer Raststation am Treisbachtalradweg in Wetter-Treisbach. Das war anscheinend Ansporn genug.

Nachdem sich die Radfahrer zunächst mit einem Frühstück gestärkt hatten, das ihnen die Stadt Frankenberg zur Verfügung stellte, ging es um 10 Uhr los. „Da war es noch sehr kalt“, sagte Löffler. Das schreckte die Radler jedoch nicht ab. Schneller als geplant erreichten sie die Zwischenstopp-Station in Münchhausen.

„Ich war ganz überrascht, hier wurden wir auch wieder mit Essen und Getränken versorgt“, berichtete Harald Günther aus Wetter, dem die Radtour ebenfalls großen Spaß machte. Anfangs hatte er Sorgen, dass es sich wegen der vielen Teilnehmer auf der Strecke stauen könnte, doch es habe sich „recht gut verteilt“. Bereits nach einer Stunde und 45 Minuten erreichten die Teilnehmer ihr Ziel in Wetter, wo  Spanka seine Freude über die rege Teilnahme zum Ausdruck brachte, wie Löffler berichtete. Er hob würdigend hervor, dass der Wetteraner Bürgermeister selbst mitgeradelt sei. Wäre es Spanka und seinem Amtskollegen Heß nicht gelungen, 100 Radfahrer zum Mitmachen zu bewegen, hätten sie eine besondere Wettschuld einlösen müssen: Einen Tag lang als Schaffner in den Zügen der Kurhessenbahn Fahrkarten stempeln. So aber blieb den Radfahrern dieses Vergnügen verwehrt, als sie die Züge der Kurhessenbahn nutzten, um sich wieder auf den Nachhauseweg zu begeben. Allerdings drehten sie zuvor noch eine Runde über den Maimarkt. So auch Löffler: „Aber erst noch eine Bratwurst zur Stärkung.“

von Simone Schwalm

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