Volltextsuche über das Angebot:

30 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
Bürgeln diskutiert Grundschulsituation

Ortsbeiratssitzung Bürgeln diskutiert Grundschulsituation

Im Mittelpunkt der jüngsten, über zweieinhalbstündigen Sitzung des Ortsbeirates Bürgeln, an der gut 30 Personen teilnahmen, stand die Situation an der Grundschule.

Voriger Artikel
Das Warten auf neue Erkenntnisse
Nächster Artikel
Jagdgenossen ärgern sich über wildernde Hunde

Gibt es bald zu wenige Schüler in Bürgeln? Das Foto entstand beim Schulfest 2009.

Quelle: Manfred Schubert

Bürgeln. Bürgelns Grundschulleiterin Birgit Fritsche erläuterte, dass die Schülerzahl von derzeit 29 im nächsten Schuljahr erstmals unter 25 sinken werde, also unter die Grenze, ab der nach den Vorgaben des Hessischen Kultusministeriums in zwei Lerngruppen aufgeteilt wird. Für das darauf folgende Schuljahr sehe es wieder besser aus, dann würden es voraussichtlich wieder mehr als 25 Schüler.

Bürgermeister Volker Carle unterstrich, dass Kindergarten sowie Schule wichtig für den Ort seien und kleine Schulen auch Vorteile böten. Er plädierte dafür, die Schule zu bewerben.

Ein Vertreter des Elternbeirates wollte wissen, ob es nicht eine Ausnahmeregelung gebe, um das eine Jahr zu überbrücken. Ute Hoppe, Lehrerin und für die Grünen im Kreistag, sagte, an der von Wiesbaden vorgegebenen Zahl lasse sich nichts ändern. Naheliegend wäre eine Kooperation zwischen zwei betroffenen Schulen.

Eine Mutter sagte, sie habe ihren Sohn in diese Schule gegeben, damit er sie mit seinen Freunden gemeinsam besuchen könne. Allerdings frage sie sich, wie sie Werbung machen solle, wenn sie nicht einmal das Konzept kenne. Ihrer Meinung nach sei ein Konzept, wie die Schüler gefördert werden, für Bürgeln wichtiger als beispielsweise ein Ganztagsangebot. Sie wolle nichts kritisieren, sondern einfach wissen, wie es weitergeht. Fritsche merkte an, dass Bürgeln tatsächlich einen hohen Anteil an Gymnasiasten aufweise. Erika Völker, Leiterin der Kindergärten, warf die Überlegung ein, ob man nicht in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten oder eventuell auch qualifizierten Eltern intern zwei Lerngruppen bilden könne. Fritsche wies auf rechtliche Bedenken hin, die Verantwortung müssten weiter die Lehrkräfte tragen, aber toll wäre beispielsweise, wenn jemand ein soziales Jahr an der Schule leisten würde.

Anja Peter vom Förderverein der Schule schlug vor, Kinder aus Reddehausen, die ohnehin den Kindergarten Bürgeln besuchten, auch in Bürgeln einzuschulen, „dann ist das Problem gelöst“. Fritsche erklärte dazu, deren Eltern könnten Gestattungsanträge stellen, hätten dann aber die Fahrkosten selbst zu tragen.

Der Ortsbeirat beschloss schließlich einstimmig, dass er die Forderungen nach Erhalt zweier Lerngruppen unterstützt, und schlug vor, Möglichkeiten einer kurzfristigen Lösung zwischen Gemeinde, Schule, Kindergarten, Eltern und Schulamt zu erörtern.

Zur Alten Kirche stellte Bürgermeister Carle die ermittelten Sanierungskosten bei ihrer möglichen Übernahme durch die Gemeinde dar. 330.000 Euro würde die Instandsetzung kosten, drei Viertel davon könnten derzeit aus Fördermitteln kommen. Der vorige Ortsbeirat hatte bereits die Übernahme befürwortet, dennoch wurde jetzt gefordert, dass zunächst die dauernden Folgekosten sowie das Nutzungskonzept des Kulturvereins konkretisiert werden sollen.

von Manfred Schubert

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr