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Bremsen sind vom Moped

Doppeldecker- Flugzeuge Bremsen sind vom Moped

Für den Laien sind es auf den ersten Blick einfach zwei Doppeldecker-Flugzeuge. Aber weit gefehlt, wie die beiden Piloten Peter Wagner und Georg Raab berichten.

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Hier im BIld: Das Original in Gelb: Die gelbe Stearman stammt aus dem Jahr 1942.

Quelle: Stefan Weisbrod

Schönstadt. Das eine ist ein Originalflugzeug aus dem Jahr 1942 – ursprünglich ein Ausbildungsflugzeug für Piloten der Luftwaffe –, das andere ein Flugzeug Marke Eigenbau – 1989 fertiggestellt: Die Maschinen könnten unterschiedlicher nicht sein.

Nur ein Bauplan standen Peter Wagner und seinem Bruder als Hilfestellung zur Verfügung – das acht Millimeter dicke Aluminiumrohr für das Seitenruder mussten sie eigenständig in die richtige Form biegen und „die Trommelbremsen sind vom Moped“, berichtet er.

Da es sich bei Wagners Flugzeug vom Modell Kiebitz um ein Ultraleicht-Flugzeug handelt, sei es nicht nur erlaubt, sondern durchaus üblich, Einzelteile mit der passenden Größe und Leistung aus anderen Fahrzeugen zu verwenden, ergänzt er. So seien seine Instrumente abgelegte eines anderen Flugzeuges.

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Die Kosten zur Konstruktion des Flugzeugs würden dadurch um ein Vielfaches gesenkt. „Auch wenn die Bauzeit gleich mehrere Jahre in Anspruch nimmt, hat man doch den eindeutigen Vorteil, jede Schraube, jedes Einzelteil des Flugzeuges genau zu kennen“, sagt Wagner. Zwei Jahre lang bastelte er gemeinsam mit seinem Bruder an dem schwarz-roten Kiebitz-Doppeldecker-Flugzeug.

Mittlerweile fliegt Wagner damit zu Oldtimer Treffen im ganzen Land und auch darüber hinaus. Ein Fach im Bauch der Maschine ist dabei für sein Zelt vorgesehen, denn er gehört zu der Gruppe Piloten, die nachts unter den Flügeln ihres Flugzeuges im Zelt übernachten.

von Sonja Achenbach

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