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Spatenstich für schnelles Internet im Kreis

Breitband-Ausbau Spatenstich für schnelles Internet im Kreis

Mit einem symbolischen Spatenstich hat am Freitag der weitere Ausbau der Breitbandversorgung im Landkreis begonnen. Damit sollen bis 2020 die letzten unterversorgten Gebiete verschwinden.

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Mit dem symbolischen Spatenstich ist der Startschuss für den weiteren Ausbau der Datenautobahn gefallen.

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Cölbe. Nach Abschluss des Erweiterungsprojektes wird der Landkreis Marburg-Biedenkopf laut Kreisverwaltung über eine der besten Breitbandversorgungen im ländlichen Raum bundesweit verfügen. Landrätin Kirsten Fründt (SPD) sagte: „Der Breitbandausbau ist für unsere Bürger von großer Bedeutung.“ Doch auch für die innovativen und international agierenden Unternehmen spiele schnelles Internet eine entscheidende Rolle. „Und auch auf dem Bildungssektor gehört schnelles Internet heute zum Standard, weshalb wir auch unsere Schulen an die Datenautobahn anbinden werden, damit wir nicht den Anschluss an die digitale Zukunft verlieren“, so Fründt.

© WhatsBroadcast

Wir sind dabei, allen Anforderungen der Bürger gerecht zu werden.“ Der Plan sieht vor, dass in einer Bauzeit von knapp zwei Jahren alle noch unterversorgten Privathaushalte – also rund knapp 6.000 Anschlüsse – auf ­eine Downloadgeschwindigkeit von mindestens 30 Megabit in der Sekunde (Mbit/s) verbessert werden. Von diesen sollen gut 95 Prozent der Anschlüsse nach Abschluss der Arbeiten Downloadgeschwindigkeiten von 50 Mbit/s und 80 Prozent sogar mehr als 100 Mbit/s verfügen. Außerdem werden alle 75 Schulen des Kreises und mehr als 500 Gewerbestandorte mit direktem Glasfaseranschluss versorgt. Damit können Gigabit-Bandbreiten erreicht werden.

An den in der ersten Stufe des Ausbaus verbesserten Anschlüssen wird sich jedoch nichts ändern, wie Kreissprecher Stephan Schienbein auf OP-Anfrage erläuterte – es könne aber gut sein, dass auch dort durch die Vectoring- oder Supervectoring-Techniken ein Geschwindigkeitszuwachs möglich werde.

Kreis und Kommunen schultern 2,4 Millionen Euro

Die Kosten des Ausbaus betragen rund 10,9 Millionen Euro. 5,4 Millionen Euro übernimmt der Bund, 3 Millionen das Land – auf den Landkreis entfallen 1,7 Millionen Euro, die Städte und Gemeinden tragen 800.000 Euro. Nacheinander werden alle Städte und Gemeinden im Landkreis – beginnend mit Neustadt und Stadtallendorf und endend mit Breidenbach und Biedenkopf – drankommen. Während des Ausbaus sollen 1.165 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden.

Der Staatssekretär im Hessischen Wirtschaftsministerium, Mathias Samson, war nicht mit leeren Händen gekommen. Er lobte die gute Zusammenarbeit der verschiedenen am Ausbauprojekt Beteiligten und übergab den finanziellen Anteil des Landes als Bewilligungsbescheid. „Damit geben wir dem Breitbandausbau im Landkreis Marburg-Biedenkopf einen zusätzlichen Schub, um Lücken in der Versorgung mit schnellem Internet zu schließen“, sagte er. „Die Gigainfrastruktur ist mindestens genauso wichtig wie der Ausbau von Straßen.“

Vor zwei Wochen hatte die Vorstandsbeauftragte der Deutschen Telekom, Dr. Vesta von Bossel, die Verträge im Kreishaus unterschreiben. Sie gab einen Überblick über die Breitbandversorgung in Deutschland und freute sich über die überaus schnelle Umsetzung und den raschen Baubeginn. „Die Breitband-Versorgung des Kreises wird auf die nächste Evolutionsstufe gebracht“, erklärte sie.

von Heinz-Dieter Henkel

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